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The Coral – Move Through The Dawn

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Songs, die alle um die drei Minuten andauern, prominent platzierte Gitarren, ein „The“ im Bandnamen. Welches Jahr haben wir noch gleich? Ach, egal – es gibt einfach Strukturen, die sind zeitlos. Und Bands, die genau wissen, wie sich dieser Zustand, im positivsten Sinne, ausnutzen lässt.

The Coral sind so eine Band. Schon 2002 klangen sie altmodisch, als sie mit „Dreaming Of You“ nicht nur zu einer der bemerkenswertesten Szenen der Sitcom „Scrubs“ beitrugen, sondern das Genre „Neo-Psychedelia“ in die Indie-Discos einschleusten.

Damals waren The Coral der Poncho mit Paisleymuster unter den Röhrenjeans. Und auf „Move Through The Dawn“ zeigen sie, dass ihnen der Style nach wie vor ausgezeichnet steht.

Wir sind uns alle einig: LSD-Referenzen zu psychedelisch-angehauchten Platten sind nicht mehr zeitgemäß. Und passen deshalb so wunderbar zu „Move Through The Dawn“. Denn wie ein leichter, mikro-dosierter Acid-Trip entfaltet sich der Sound minimal verzerrt, die Sinne behutsam intensivierend.

Er strengt nicht an, überfordert nicht, macht das, was man schon kennt, nur noch ein bisschen schöner. „And you‘re drifting in time / In the space where you lie“ („Eyes Like Pearls“)

Am Ende ist es aber alles weit weniger abgespaced, weniger in neue sonische Dimensionen vordringend und eher retrospektiv-bewusstseinserweiternd durch auditive Rückbesinnung.

„Reaching Out For A Friend“ könnte beispielsweise problemlos von einem Album der Traveling Wilburys stammen und das Riff auf „Sweet Release“ rast mit seiner jovialen Dynamik im Windschatten der White-Album-Beatles.

In „Eyes Of The Moon“ wagen The Coral einen romantisierenden Ausflug ins Western-Gefilde, „Outside My Windo“ knarzt einerseits in Oasis-Manier, ist aber etwas zu dramatisch, um die Gallagher-Pose glaubhaft zu imitieren.

In seiner Dramatik leitet es aber sehr passend zum grande finale über: „Stormbreaker“. Bluesig-doomiger 70s Rock‘n‘Roll, schwere Orgeln kämpfen mit Akustikgitarren und verlieren am Ende doch gegen ein Stadion-Power-Riff, aus dem eine spector-eske Wall-of-Sound zementiert wird, die durch schlagartige Stille aber plötzlich wieder eingerissen wird.

„Ich hatte den Eindruck, dreiminütige Songs seien innerhalb der Gitarrenmusik aus der Mode gekommen und bräuchten eine Wiederbelebung“, lies Frontmann James Skelly verkünden. Wiederbelebung geglückt, Patient reanimiert.

Auf „Move Through The Dawn“ befinden sich handwerklich tadellose Dreiminüter. Effizient gearbeitet, ohne eine Minute zu viel oder zu wenig. Rock‘n‘Roll in der Wüste, Country in der Garage, Blues im Stadion.

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