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Laing – Fotogena

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Nachdem nur ein Jahr nach ihrem Debüt-Album „Paradies Naiv“ (2013) mit „Wechselt die Beleuchtung“ (2014) bereits das Nachfolgewerk erschienen ist, brauchten Laing eine kurze Pause.

Aus kurz wurde jedoch etwas länger, da die Band um Produzentin und Songwriterin Nicola Rost letztendlich größeren Abstand zur Musikindustrie und dem hohen Pensum an Konzerten, Interviews und Produktion benötigte als erwartet.

Mit „Fotogena“ erscheint nun vier Jahre danach das dritte Laing-Album. Der Weg dahin war schwerer als gedacht, wie Sängerin Nicola Rost im MusikBlog Interview verriet.

Nach Jahren des Machens und Tuns verlor sich die Songwriterin in der Bandpause und nutzte die Zeit für „1000 andere Sachen“, nur nicht für eine neue Platte.

Dann war es 2017. Das Geld war weg, der Druck wurde größer. Es musste ein Album her, aber mit Pistole auf der Brust ließ es sich dann auch nicht arbeiten.

Gegen Ende letzten Jahres dann das rettende Angebot: Regisseur Rudi Gaul engagierte Rost für den Soundtrack seines neuen Films „Safari – Match Me If You Can“.

Mit dem Kinofilm kam dann auch die Deadline für eine neue Platte. Inspiriert von dem Wandel des Musikmarktes in den letzten Jahren und befreit vom Druck der Demo-Songs schrieb Nicola den Film-Soundtrack und bekam auf diese Weise neuen Schwung, um sich dem Nachfolgewerk „Fotogena“ zu widmen.

Mit Songs wie „Nieselregen“ zeigen Laing, dass sie Spaß daran haben zu überraschen. Mit mürrischer Männerstimme besingt die Band das schlechte Herbstwetter in Berlin.

Laut Rost konnten Laing nach langer Zeit der Abwesenheit im Zweifel die hohen Erwartungen der Fans nur enttäuschen und entschieden sich deshalb, mit „Nieselregen“ als erste Singleauskopplung etwas ganz Neues zu präsentieren.

Im Gegensatz dazu erzählt „Du bist dir nicht sicher“ von der ganz großen Liebe, die nach einiger Zeit im Alltag im Nichts aufgeht.

Mit Versen wie „Du schaffst das“ und „Glaub an dich“ möchten Laing diejenigen bestärken, die in so einer zerrissenen Situation stecken, gelähmt zwischen fliehen wollen und festkrallen; etwas aufgeben, wofür es sich zu kämpfen lohnt oder an etwas festhalten, was längst verloren ist?

In Tracks wie „Ich auf Whatsapp“ und „Camera“, besingt die Elektro-Pop-Band mit einem Augenzwinkern den Irrsinn des aktuellen Zeitgeistes.

Zwar ist jeder auf einer Art „mitgegangen, mitgefangen“, laut Nicola behält man aber jedoch immer noch eine gewisse ironische Distanz.

Laing unterstreichen die Absurdität des Fotowahnsinns und der Bilddominanz der aktuellen Zeit, betonen aber gleichzeitig die Vielfältigkeit, das Märchenhafte und die Traumwelt, die das alles mit sich bringt.

„Fotogena“ untermauert mit vielschichtigem Pop, tanzbarem „Electric Ladysound“ und einem Hauch von R’n’B den musikalischen Status von Laing.

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