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Low – Double Negative

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Einem Freund dieser Band haben wir angeblich den Genrenamen Slow-Core zu verdanken, als dieser scherzend den schwer rubrizierbaren Sound des Minnesotaer Trios Low als solchen bezeichnete, und Sänger und Gitarrist Alan Sparhawk das ganze ebenso scherzhaft einem Journalisten zum Besten gab.

Das alles ist lange her – Low aus Duluth, Minnesota feiern in diesem Jahr tatsächlich 25-jähriges Bandjubiläum. Egal, ob man Alan Sparhawks, Mimi Parkers und Steve Garringtons Musik jetzt Post-Rock, Experimental oder Slow-Core taufen möchte, es sind nur vage Wegmarken, um eine Soundwelt zu umschreiben, die üblicherweise entweder heiß geliebt oder kühl geringschätzt wird. Low waren, sind und bleiben speziell.

Mit ihrem neuen Album „Double Negative“ ändert sich das um keinen Deut. Wie beim letzten regulären Studioalbum „Ones And Sixes“ zeichnet sich die Produzententätigkeit von B.J. Burton, der mit Arbeiten für Bon Iver, James Blake oder Sylvan Esso gerade ganz gut abgeht in der Welt der Indie-Mucke, als so umfangreich und weitgehend aus, dass Sparhawk ihn kurzerhand zu einem kollaborierenden Co-Autoren erklärte.

„Double Negative“ – für Eingefleischte mag das wichtig sein – ist für die Band ein Gemeinschaftsalbum zwischen ihnen und Burton. Zwischen Duluth und dem beschaulichen Eau Claire in Wisconsin fuhr man beständig hin und her, um hier zu proben und dort aufzunehmen. Die imposant eintönigen Weiten dieser Bundesstaaten mögen einen nicht unbeträchtlichen Anteil am Sound Lows haben.

„Double Negative“ jedenfalls geht quasi schwanger an sakralen, bedeutungsschweren und imposanten Momenten. Der gemeinschaftliche Gesang von Sparhawk und Parker bricht sich nur stellenweise Bahn, zuerst und zunächst steht bei eigentlich allen Songs das langsam-stoische Wachsen von Sounds.

Das gelingt mal mehr, mal weniger, beziehungsweise ist vor allen Dingen eine Frage der persönlichen Konditionierung. Wem bei derart schneckig dahinkriechenden Songs nicht irgendwann die Ungeduld packt, sollte eine Live-Show dieses Trios unbedingt in Erwägung ziehen.

Heißt es doch, dass Lows eigentliche Stärke im Zelebrieren einer experimentell-sakralen Soundmesse liege, in der Zeit, Raum, Song und Setlist sich in zunehmender Auflösung befinden sollen. Für alle anderen dürfte Low die Nerven auf Dauer zu sehr strapazieren.

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