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BirdPen – There’s Something Wrong With Everything

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Bisher war jede Platte von BirdPen eigen. Mit der fünften scheint die Metamorphose der Briten vorübergehend abgeschlossen. Ihr wiederkehrendes Lieblingsthema: Weltuntergang.

„There’s Something Wrong With Everything“ versteht sich als Querschnitt des bisherigen Schaffens der beiden Archive-Mitglieder und verknüpft diverse britische Reizüberflutungen elektronischer Popmusik mit Indie, der bis in die 80er zurückreicht.

Ob man BirdPen allerdings einen Gefallen tut, sie immer mit Radiohead zu vergleichen, sei dahingestellt, denn eine wirkliche Verbindung beider Bands gibt es nicht und die musikalischen Vergleiche hinken gewaltig.

Trotzdem sind die meinungsmachenden Seiten voll damit, weil beide Bands auf dem Papier Elektronik und britische Gitarrenmusik verschwurbeln. Das allein macht allerdings noch lange keinen Thom Yorke und Jonny Greenwood.

Dass BirdPen poppiger schreiben, konventioneller produzieren, dazu einen nerdigen Science-Fiction-Ansatz mit Hang zur feuchtfröhlichen Apokalypse verfolgen, stört in dieser Relation die Unvoreingenommenheit.

Wenn man sich der Band um den rastlosen, getriebenen Kreativkopf Dave Pen und seinem Partner Mike Bird von einem weniger hohen Ross nähert, wissen ihre Songs auch deutlich besser zu gefallen.

Da ist beispielsweise das gefällige „Eyes In The Sky“ mit schlabbriger The Smiths-Strophe und radiotauglichem Chorus. Da ist das kosmische „Easy Life“ oder die Piano- und Synthesizerlandschaft aus „Star Of The Halftime Show“, die mehr mit den neueren The Flaming Lips als Radiohead zu tun haben.

Da ist die Party zum Untergang in „Oh So Happy“ und überall die Schlieren von Archive – dem Oktopus unter den Prog-Bands, mit vielen Köpfen und noch mehr Armen. Einer davon gehört Bird, ein zweiter Pen.

Und das ist wohl das große Verdienst ihres gemeinsamen Projekts: Dass sie das Auswüchsige des Progressiven zumindest musikalisch auf Mindestmaß stutzen und den nerdigen Ansatz auch für weniger anämische, weniger lichtscheue Gestalten mitdenken.

Nur so schafft man es langfristig außerhalb der Kellerlöcher von IT-Abteilungen.

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