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Fucked Up – Dose Your Dreams

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Im Wettkampfsport nennt man das souveräne Titelverteidigung. Die Punkrocker Fucked Up mit ordentlich Hardcore-Schmackes aus der kanadischen Metropole Toronto sind zurück: Fucked Up und ihr sechstes Studioalbum feiern wieder eine große epische Punkrock-Oper im Doppelalbumformat, in Reminiszenz an ihr Punkrock-Meisterwerk „David Comes To Life“.

Längen und Punkrock vertragen sich ja eigentlich nicht. Das Direkte, Kurzweilige und Eruptive sind Unumgänglichkeiten im Punk. Das Torontoer Sextett hat es aber mit seiner eigentümlichen Melange aus Hardcore- und Rock’n’Roll-Elementen geschafft, den üblichen Zweieinhalbminüter abzustreifen und episch-lange Wuchtbrummen von Songs zu schreiben, in denen sich verschiedene Genres die Klinke in die Hand geben.

Zu keinem Zeitpunkt eindrucksvoller als beim vorletzten Doppelalbum „David Comes To Life“, für das sich songschreiberisch Gitarrist Mike Haliechuk hauptverantwortlich zeigte.

Das letzte Album vor vier Jahren, „Glass Boys“, entstammte hauptsächlich aus der Feder des charismatischen Screamers und Arschbombenexperten Damian Abraham und stand, das wurde live schnell klar, in der Gunst der Fans weit hinter den Wucht-Nummern von „David Comes To Life“.

Für „Dose Your Dreams“ übernahm wieder Haliechuk den Part des Songschreiber-Kapitäns und das war, nichts gegen den aus Fucked Up nicht wegzudenkenden bärig-tiefensypathischen Krawall-Sänger Abraham, die beste Entscheidung, die die Band hätte treffen können.

Wieder ist ein Fucked-Up-Album ausufernd episch geworden, wieder ein Doppel-Album mit einer verrückten dramaturgisch durchdachten Konzeptalbum-Geschichte.

Auch wenn man eher selten eine 82 Minuten Punkrock-Melange am Stück durchhört, ist „Dose Your Dreams“ eine absolute Bereicherung für alle Arten von Krach-Genres, in denen sich tendenziell zu wenig bewegt wird.

In einer mit starken Parallelen an James Joyce‘ „Ulysses“ angelehnten Geschichte in 18 Songs überzeugen Fucked Up als große Könner der lauten Spielarten. Naturgemäß wird bei der Länge nicht permanent geknüppelt. Es gibt Beat-Passagen, 80’s-Rock-Hymnen-Finale, Indie-Rock-Momente voller Jugendlichkeit und immer wieder Bläser, Streicher und Piano.

Und wenn dann auch noch J Mascis fast am Ende, beim vorvorletzten Song, als Gastsänger vorbeischaut, ist man schließlich vollends selig, leer, beschwingt und ausgepowert zu gleich. Mit „Dose Your Dreams“ zimmern sich die Punkrocker von Fucked Up endgültig ein großes Genre-Denkmal.

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