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Liela Moss – My Name Is Safe In Your Mouth

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Liela Moss ist in der Zeit der Umorientierung. Mit The Duke Spirit hat sie fünf Mal Indie-Rock in The-Gun-Club-Tradition erfolgreich von England aus in die Welt gesetzt.

Insbesondere Album zwei und drei, die mittlerweile betagten „Neptune“ und „Bruiser“ von 2008 und 2011, taten sich dabei gesondert hervor. Der in schicke Anzugwesten geknöpfte, aber stets nach Ausbruch suchende, verstärkt und verzerrte Alternative-Rock des Londoner Quintetts war das Grundkolorit und Liela Moss‘ betörende Gesangsleistungen das Mischmittel, das The Duke Spirit zu einer gleichzeitig kraftvollen und sensiblen, maskulin-femininen Angelegenheit werden ließen.

In den letzten Jahren waren aus diversen Gründen die großen Songentwürfe nicht mehr dabei. Konsequenterweise überrascht Liela Moss nun mit ihrem ersten Soloalbum auf Bella Union. „My Name Is Save In Your Mouth“ ist Erwachsenen-Musik – sie hat sich ihre Hörner abgestoßen, scheint es, mit vielen Jahren Rock’n’Roll.

Weder steinig noch rollend geht es hier zu. Das ländliche Idyll besingend, wo das Werk entstand, der neue verklärte Wunschort des gestressten Großstädters, umgibt sich Moss akustisch mit elegischen Dream-Pop-Klängen. Entschleunigtes Klaviergeklimper und pathetische Zeitlupenstreicher setzen die Vorzeichen ganz klar auf Andacht.

Und in seiner Andächtigkeit ist „My Name Is Save In Your Mouth“ ein ganz hübsches Album geworden. Moss singt sich die Gefühlsseele aus dem Leib, ohne auf Rockröhre zu machen. Retrospektiv und besinnlich wandern die Songs von einer empfindsamen Emotion zur nächsten.

Das mag erhaben und schön sein; was es nicht macht, ist Lebensgeister wecken. Liela Moss hat ihre Fähigkeit zum souveränen Kraftausdruck eingebüßt, tauscht ihre Stärken gegen Übersensibilitäten.

Das muss im Verlauf eines Künstlerlebens wohl mal sein. Die Umorientierung sei ihr gegönnt, solange sie dadurch in ein paar Jahren wieder zu alter Stärke zurückfindet.

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