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James Blake (Credit Amanda Charchian)

James Blake – Assume Form

Atmosphärische Klänge und weite Sphären. Gedämpfte Bässe, verzerrte Stimmen und mysteriöse Elektro-Beats. Eine Musik, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Nicht greifbar, irgendwie formlos.

Damit hat sich James Blake auf bisher drei Alben einen Namen gemacht. Diese Musik war so wenig wie alles zuvor Gehörte, dass es schon schwer schien, sie in die bekannten Schubladen musikalischer Genres einzusortieren.

Was ist das nur, fragte man sich, als der Londoner 2011 sein selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte – Post-Dubstep? Neo-Soul?

Der Titel des Viertlings, „Assume Form“, klingt da zumindest dem Titel zufolge nach einer Neuausrichtung. Das, was bisher so dahinwaberte und -plätscherte, soll nun also „Form annehmen“.

James Blake in eine Form gießen zu wollen, das wäre so, wie Nebel an die Wand zu tackern. Auch bei diesem Album gelingt es nicht recht, in Worten auszudrücken, was man da hört.

Doch tatsächlich klingen die Songs auf dem jüngsten Werk irgendwie fassbarer, plastischer, konturenreicher. James-Blake-typisch klingen sie auch weiterhin.

Für einige Titel hat sich der Künstler Verstärkung geholt: Die treibenden Hip-Hop-Beats in „Where’s The Catch“ übernimmt André 3000 von Outkast, mit der spanischen Singer-Songwriterin Rosalía singt er das verspielte, englisch-spanische Duett „Barefoot in the Park“.

Ein Album-Highlight ist das vorab veröffentlichte „Don’t Miss It“, mit verzerrtem Gesang über Pianoakkorden.

Wie die Vorgänger funktioniert „Assume Form“ aber weniger in seinen Einzelteilen, sondern vielmehr als Ganzes. Man muss das Album mehrmals hören, bis es Form annimmt.

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