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Hozier – Wasteland, Baby!

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Was man schon weiß, bevor man überhaupt in „Wasteland, Baby!“, das neue Album des Iren, überhaupt angehört hat? Man wird die Stimme, die die Lieder auf dieser Platte singt, wohl kaum hassen können.

Man wird wohl kaum etwas daran aussetzen können, wie Andrew Hozier-Byrne predigend Töne anschlägt, die jeder vermisst, ohne es zu wissen. Was ein paar Sorgen bereitet? Die undankbare mittlere Länge des Albums. 14 Lieder – zu viel, um konkret und ausdrucksstark ein Ziel verfolgen zu können und zu kurz, um eine konzeptionelle Reise zu verfolgen. Oder?

Es geht los mit dem Song, den die meisten, zusammen mit „Movement“, wohl schon im Vorhinein gehört haben dürften. Beide präsentieren einen Hozier, der seinen Sound im Laufe der letzten fünf Jahre mit der Zeit hat gehen lassen.

Nichts wirkt angebrannt, zu lang im Arbeitszustand belassen oder in dauerhafter Unfertigkeit gefangen. „Nina Cried Power“ liefert stattdessen energetische Gospeleinlagen, „Movement“ Orgel, wo man sich auf dem früheren Album auch schon mit dem klerikalen Instrument hätte anfreunden können.

Ist das also, was „Wasteland, Baby!“ ist? Angereichertes, Herangewachsenes und Gereiftes – ging es noch reifer? Hozier mit viel zu regelmäßigen Perlen wie „Would That I“ und „As It Was“?

Wenn man „Shrike“ hört könnte man das tatsächlich unterschreiben, kommt es einem beim Hören doch so vor, als hätte man genau das Intro schon mal gehört. War es „Like Real People Do“ oder „Cherry Wine“?

Auch egal. „Wasteland, Baby!“ ist genau der Schritt, den man fünf Jahre nach dem fulminanten Debüt brauchte. Im melodramatischen Sog, den Hoziers Stimme eröffnet, zieht es jetzt bis unter die Wasseroberfläche, bis in die nostalgische Fabelwelt eines Predigers.

Es wird entführt und in Untiefen gezogen, an die Luft geholfen, ohne dass das Vertrauen in denjenigen, der das alles mit einem macht, jemals abreißen würde. Da sitzt er, mit einem durchweichten Buch in der Hand auf einem Stuhl, der sich langsam dem Meeresgrund nähert. Und wir dürfen zuhören.

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