Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

elf + 8 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Aldous Harding – Designer

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Aldous Harding, die mit Vornamen eigentlich Hannah heißt, hatte mit ihrer zweiten Platte „Party“ bereits alle Kritiker am Haken. Mit dem Nachfolger „Designer“ denkt sie erst gar nicht daran, sie wieder loszulassen, und verkauft stattdessen lieber gleich noch die Tour dazu aus.

Das Talent der Neuseeländerin hat sich inzwischen rumgesprochen. Und ihr drittes Album wird die Nachfrage weiter verstärken. Dafür hat „Designer“ zu viel feingesponnenen Liebreiz in petto.

Das elegante, sparsames Cover, nimmt den puristischen Glanz ihrer Songs bereits vorweg, verrät aber weder Tiefe noch Gap dahinter. Die Songs heißen „Heaven Is Empty“ „The Weight Of The Planets“. Ihr Gewicht ist federleicht, die Schwingungen himmlisch.

Der Neo-Folk erzählt von Leid und Tod. Das Drama klingt trotzdem nach korsischen Schäfchenwolken, mit Oliven verziert. Dabei spielt sie mit der ganzen Klaviatur ihrer Stimmfarben. Vom Titelsong bis „Pilot“ liegen einige Laura Marlings im Aueland.

Aus letzterem spricht mit entwaffnender Aufrichtigkeit die komplette Verunsicherung der Generation Y: „I get so anxious, I need a tattoo/ Something binding, that hides me/ But when the time comes to design it/ It opens up like height under a pilot“.

PJ Harveys Haus- und Hofproduzent John Parish hat sich ihr zum zweiten Mal angenommen und die Kontraste weiter verstärkt. Von der süßlichen Naivität in „Zoo Eyes“ bis zur bierernsten Melancholie in „Heaven Is Empty“ ist hier jeder Song mit geringsten Mitteln zum Unikat gebaut.

Die wunderschöne Gitarren-Piano-Verbindung in „Treasure“ erinnert angenehm an Haley Bonar, der zweistimmige Gesang an Conor Oberst und Phoebe Bridgers, die als Better Oblivion Community Center dieses Jahr bereits eine grandiose Folk-Platte abgeliefert haben.

Der Schatz, den Harding besingt, er wird denen vor Augen geführt, die sie einst als Straßenmusikerin entdeckten, und jetzt mit einem Album wie ein extrem teurer Schirmchendrink im stillen Halbschatten belohnt werden:

Äußerst selten, und mit der Gewissheit, dass sowas nur von kurzer Dauer ist.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.