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Circa Waves – What’s It Like Over There?

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Die Zeiten der Limitierung sind vorbei. Das hat Frontmann Kieran Shudall im MusikBlog-Interview nachdrücklich erklärt. Auf „What’s It Like Over There?“ machen Circa Waves ausschließlich Musik, die ihnen selbst gefällt und haben sich mit ihrer Öffnung Richtung Pop-Musik als Ziel gesetzt, endlich eine breitere Masse zu erreichen.

Dafür ist ihnen auch egal, wenn ein paar Fans auf der Strecke bleiben. Gut für sie, denn gerade Anhänger, die das Quartett wegen ihres tanzbaren Indie-Rocks à la The Kooks oder The Strokes ins Herz geschlossen haben, dürften sich mit dem Sound von „What’s It Like Over There?“ schwer tun.

Dabei ist es nicht die Riesenüberraschung, dass Circa Waves gerne mal mit der Pop-Musik flirten. Das hat man schon den ruhigeren Momenten von „Different Creatures“ angehört. Aber trotzdem gab es noch genug von diesem rauchigen, britischen Kellerclub-Charme.

Das ist auf „What’s It Like Over There?” anders. Die Briten verlassen sich nicht länger mehr auf ihr klassisches Besetzung – Gitarre, Bass, Schlagzeug – sondern tauschten im Studio wild Instrumente, und nahmen gleich ganz viel Neues mit in die Soundpalette auf: Klavier, Synthesizer, Hip-Hop-Samples, produzierte Beats.

Bestes Beispiel ist da die Vorab-Single „Movies“. Was zuerst wie ein früherer Bloc-Party-Song klingt und mit seinen Gitarren-Riffs an die alten Zeiten erinnert, verwandelt sich mit elektronischen Drum-Sounds schnell in einen Hybrid aus alt und neu.

Wer sich davon schon abschrecken lässt, der macht „What’s It Like Over There“ besser schnell aus, bevor er sich mit „The Way We Say Goodbye“ auf eine Stadion-Bühne katapultieren lässt. Da mangelt es wirklich an Nichts: Hall, Ohrwurm-Melodien, Harmonien mit sofortiger Mitsing-Garantie, stampfenden Beats, flirrenden U2-Gitarren und Lyrics wie „I was only waiting for you, you know“ oder „And I miss you, God I miss you, Love I miss you“. Vor lauter Wald fast die pathetischen Background-Chöre übersehen.

Dabei sind die Experimente, die Circa Waves auf ihrem dritten Album wagen, gerade da gut, wo sie es nicht übertreiben. „Times Won’t Change Me“ kommt mit bluesigem Klavier um die Ecke, und erinnert mit dessen Riff an eine düstere Version der Black Keys.

„Sorry I’m Yours“ nutzt seine Drum-Spielereien für einen härteren Sound und klingt so wie eine softere Variante von Royal Blood. Schade, dass Circa Waves auf „What’s It Like Over There?“ zum Großteil lieber in Richtung Stadion-Rock experimentieren.

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