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Matt Simons – After The Landslide

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Ein weiterer Fall von „Das Talent mit in die Wiege gelegt bekommen“: Matt Simons. Der Songwriter aus Brooklyn ist Enkel von gleich zwei bekannten Opern-Sängern aus New York und ist spätestens seit seinem Trompeten-betontem Song und vermeintlichem Sommerhit „We Can Do Better“ und damit Charterfolgen in Europa, Südafrika und den USA nicht mehr aus dem Lokalradio wegzudenken.

Doch in die Schublade „charakterblasser Sänger mit einer Hand voll Liebessongs“ lässt er sich nicht unbedingt stecken. Mit „After The Landslide“ präsentiert Simons nun sein drittes, stimmungsmäßig durchwachsenes Album.

Während der Opener „Made It Out Alright“ mit elektronischen, leicht verzerrten Klängen startet, setzt schnell ein sanfter aber packender Gesang ein – ungezwungener Feel-Good-Sound wird geboren. Der Songwriter nähert sich musikalisch charmant einem Jason Mraz an, jedoch ohne die überspitzten Stand- und Sommersounds.

Die Vorabsingle „Open Up“ bleibt auch im Albumgerüst absolut catchy, auf Youtube konnte sie bisher über 1,5 Millionen Klicks einheimsen. Simons macht einiges richtig, will aber oft zu viel.

Mit hektisch-wiederholendem Klavier, ausdrucksstarker Reprise und fulminantem Streicher-Auftakt gibt er bei „Summer With You“ etwas zu viel Gas. Um wirklich jedes Klischee von bedeutungsschwangeren Tumblr-Postings mit rosanen Sonnenuntergängen zu erfüllen, raunt er kurz vorm emotionalen Höhepunkt des Songs „And We Screamed At The Top Of Our Lungs – That’s Summer With You“ ins Mikrophon.

Auch „It’s You“ kommt hier und da etwas schmandig daher, spätestens aber beim Einsatz der E-Orgel sowie einem Gospelartig säuselndem Chor reißt Simons das Ruder wieder rum: Schmusesound hat eben auch etwas für sich.

Und trotz Klischee-Falle bleibt Simons ein smarter, charmanter Songwriter, dessen Songs packen, auch wenn man sich wehrt. Seine Zusammenarbeit mit Milow Ende 2018 für das Stück „Lay Your Worry Down“ brachte selbst das Beste aus dem sonst so unerträglichem Liedermacher mit Knödelstimme hervor.

„After The Landslide“ wiederum präsentiert jede von Simons Seiten – die Vielfalt macht es hier.

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