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Hayden Thorpe – Diviner

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Immerhin 16 Jahre lang sorgte die Indieband Wild Beasts für berührende Musik und oftmals hymnenhafte Songs. Schon, als die Auflösung 2017 bekannt gegeben wurde, stand für Frontmann Hayden Thorpe fest: Er verfolgt den Weg des Musikers auch weiterhin.

Mit „Diviner“ stellt er jetzt sein erstes Soloalbum vor und wird darauf noch emotional zehrender als zu Wild Beasts-Zeiten. Zu ebendiesen wurde Thorpes einzigartiger Falsettgesang, der stellenweise sogar an Anohni erinnert, bereits als besonderes Merkmal hervorgehoben.

„Diviner“ stellt diese Eigenschaft noch intensiver in den Mittelpunkt: Oft braucht es nicht mehr als ein Klavier und die umfassende Tonleiter Thorpes, so wie im zerbrechlich-ausdrucksvollem „In My Name“.

Auch der Opener und gleichzeitige Titelsong „Diviner“ spielt mit diesen Gegensätzen. Zart und hastig wiederholt Thorpe immer wieder „I’m a keeper of secrets“ und verleiht diesem Satz sowohl etwas Mysteriöses als auch Melancholisches.

Der Multiinstrumentalist verzichtet auf Schnickschnack und präsentiert sich auf „Diviner“ weitaus weniger indieresk und zugänglich als mit den Wild Beasts. Wer hier lange dabei bleibt, hat wohl auch wirklich Gefallen oder zumindest Faszination an der bedrückend und doch betörenden Stimmung des Albums gefunden.

Doch auch Synthie-Töne finden ihren Platz auf dem Album: Thorpe gelingt es in „Earthly Needs“ einen ebenso erhabenen wie modernen Sound zu kreieren, irgendwo zwischen futuristisch und balladenartig. Sein Gesang ist hier besonders gehaltvoll.

„Love Crimes“ setzt dagegen erneut auf starke Wiederholungen und untermauert so die energetischen Vibes des Songs, aber auch des restlichen Albums. Klavier und Stimme arbeiten hier scheinbar gegeneinander, finden aber doch zusammen.

In nur rund zehn Songs schafft Thorpe es, seine Zuhörer in seine musikalische Welt zu entreißen ohne dabei auch nur einen wirklich packenden Song beizusteuern. Doch es sind die kunstvollen Details, die „Diviner“ zu einem besonderen Schmuckstück und gleichzeitig zu dem vielleicht beklemmendsten Album des bisherigen Jahres machen.

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