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Rat Boy – Live im Orangehouse, München

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Das Orangehouse in München – klein aber fein, hier kommt immer schnell Stimmung auf… wenn denn genug Leute da sind. Am gestrigen Dienstag konnte man eigentlich davon ausgehen, denn Jordan Cardy, besser bekannt als Rat Boy, hatte sich angekündigt und wollte die verschobene Deutschland-Tour vom November nachholen.

Doch als man das Orangehouse betrat, konnte und wollte man seinen Augen nicht trauen. Knapp 40 Leute standen erwartungsvoll vor der Bühne – ansonsten war der kleine Saal leer. Das konnte nix werden, wie sollte denn hier Stimmung aufkommen?

Schlechte Ausgangslage für den ersten Act des Abends – hätte man zumindest meinen können. Doch Oskar Brozek, der als Singer/Songwriter ohne seine Band She Danced Slowly auftrat, schaffte dies mit seinen ruhigen Balladen auf der Gitarre und vor allem durch Interaktion mit den Rat Boy-Fans.

Er kannte das Publikum (teilweise sogar namentlich) und das kam ihm im Orangehouse gelegen. Nachdem Brozek mit seinem eigentlichen Set durch war, spielte er nach scherzhaften Zurufen “Smells Like Teen Spirit” von Nirvana, “What’s My Age Again” von Blink-182 und zu guter Letzt natürlich  auch noch den Oasis-Klassiker “Wonderwall”.

Spätestens jetzt wippte und sang das Publikum mit. Den Höhepunkt bildete dann aber doch ein eigener Song, der kurzer Hand schneller gespielt wurde und den ein oder anderen zum Pogen animierte – mit einer Ballade. Das muss man erstmal schaffen.

Jetzt, wo Muskeln und Stimmbänder aufgewärmt waren, war es endlich Zeit für den Main Act – Rat Boy. Unter dem tobenden Applaus der 40 Zuschauer betrat der 23-Jährige Engländer aus Essex die Bühne, grüßte kurz das Publikum und pirschte dann direkt durch die ersten vier Lieder des Abends:

“Chip On My Shoulder”, “My Name Is Rat Boy”, “Scum” und “Knock, Knock, Knock” krachten so brachial in das Set, dass viele schon jetzt nach Luft schnappten. Vor der Bühne wurde getanzt, gesprungen und mitgesungen.

Wer braucht schon eine volle Halle, wo nur vorn im Mosh-Pit ein paar mitmachen, wenn man auch ein paar Dutzend Hardcore-Fans im kleinen Saal haben kann, die alle mitmachen? Das Münchner Orangehouse konnte gestern also definitiv mithalten!

“How are you?” schrie Rat Boy durch sein Mikrofon und gönnte dem Publikum keine Verschnaufpause, sondern machte sofort mit „Revolution“ weiter. Es wurde hitzig und nach kurzer Zeit sahen auch die Frisuren im Publikum wie die von Frontmann Jordan Cardy aus.

Weiter ging die getriebene Reise mit „Flies“ und „I Wanna Skate“, zwei Songs von der aktuellen Platte “Internationally Unknown”, die Anfang des Jahres erschien.

Doch sind es mehr die Lieder vom Debütalbum “Scum” (2017), die den Leuten im Ohr liegen. So sorgten “Fake ID” und „Get Over It“ wieder für Chaos vor und auf der Bühne.

Mitten im Song von „Get Over It“ rief Jordan Cardy plötzlich „Harrys got a new friend!“ und tatsächlich – ein Fan kletterte auf die Bühne und tanzte um Gitarrist Harry Todd herum.

Dass die Band so viel Nähe nicht mehr gewohnt ist, merkte man schnell – schließlich kommen die Fans auf den großen Bühnen Englands, die sie mittlerweile bespielen, nicht mehr so einfach zu ihnen ins Scheinwerferlicht.

„Feeling very uncomfortable” – das Zeichen von Rat Boy für den Stagehander, den kuschelfreudigen Fan von der Bühne zu begleiten. Doch auch für diesen war es schwerer als gedacht.

Zum Schluss gab es mit “Left 4 Dead” und “Internationally Unknown” zwei Songs, die noch mal alles aus dem Publikum rausholten. Rat Boy machte an diesem Abend deutlich, dass er ein hervorragender und talentierter Musiker ist. Schade, dass nicht mehr zum Konzert gekommen waren.

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