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Ten Tonnes – Ten Tonnes

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Ten Tonnes klingt britisch. Der 22-jährige Ethan Barnett muss in seiner Jugend alles aufgesogen haben, was das Mutterland der sonnigen und trotzdem melancholisch-miefigen Rockmusik zu bieten hat.

Nicht unwahrscheinlich, dass sein großer Bruder ihm dabei auch das ein oder andere Album zugeschoben hat – vielleicht sogar sein eigenes.

Dieser große Bruder ist George Ezra, der selbst erst letztes Jahr mit „Staying At Tamara’s“ sein neues Album veröffentlichte. Große Fußstapfen für den kleinen Bruder also, der mit „Ten Tonnes“ in diesem Jahr sein Debüt gibt.

Hört man „G.I.V.E“ könnte man meinen, der große Brüder hätte einiges mehr als nur seinen Beitrag zur musikalischen Früherziehung geleistet. Der Song, und besonders der Refrain, erinnern so sehr an die Wohlfühl- und Mitsingtracks von George Ezra, dass sich erste Skepsis bemerkbar macht. Bleibt das so?

Nein, das bleibt nicht so. Und das merkt man schnell, wenn Lieder wie „Counting Down“, „Too Late“ und „Silver Heat“ mehr nach Gitarre und Garage, eben mehr nach The Academic, Catfish And The Bottlemen und deren Vorgängern The Kooks klingen.

Ten Tonnes ist irgendwo zwischen den Welten angeordnet. In einem Moment wird zum Staccato seiner Stimme, die manchmal ähnlich akzentuiert klingt wie die seines Bruders, gewippt, im anderen das T-Shirt ausgezogen, um im verhaltenen Mosh-Pit so zu tun, als würde man vor 15 Jahren leben.

„Ten Tonnes“ ist das ewige und unsägliche Gefühl, in der falschen Generation geboren worden zu sein. Wer sich selbst in den 30ern sieht, wird schnell einsehen, dass er da nicht hingehört, dass er daran nichts drehen kann.

Wer sich aber wie Ethan Barnett mit einer Jugend um 2003 zufrieden geben würde, die Erinnerungen daran von seinen großen Cousins oder eben Brüdern vorgelebt bekommt und selbst sogar musikalisch ist, bekommt die einmalige Möglichkeit, jedenfalls ein klein wenig in der Zeit zu reisen.

Vielleicht sind die Bemühungen ja nicht vergebens, Trends kommen schließlich immer wieder.

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