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Highfield Festival 2019

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Zum neunten Mal gastierte der Highfield Festival-Zirkus am Ufer des Störmthaler Sees nahe Leipzig. Durch das Ableben von Keith Flint im Vorfeld eines Highlights beraubt, schickten die Veranstalter auch ohne The Prodigy ein soliden Stil-Mix aus regelmäßig auftauchenden Open-Air Größen und Ersttätern in die Manege.

Rund 30.000 Menschen bevölkerten erneut Park- und Zeltplätze rund um das Areal, um dem alten Nirvana Schlachtruf “Here we are now, entertain us“ zu folgen, dies nicht nur durch Musik, sondern auch mit Beach-Happening und viel Drumherum.

Trotz des hohen Spaßfaktors: Organisatoren und Künstler unterstrichen mit eindeutigen und subtilen Hinweisen, dass ihr Festival eine Heimat für Toleranz, Weltoffenheit und Nachhaltigkeit bleiben wird.

Die Green-Stage war am Eröffnungstag bis Mitternacht fest in Gitarrenhand. Rogers, Montreal (die via Cover-Version den Steinwolke-Klassiker „Katharine, Katharine“ aus der Versenkung holten) und die kalifornischen Skatepunk-Legenden Pennywise wirbelten mächtig Staub im Moshpit auf, bevor die adretten Heavy Metal-Hardpopper Royal Republic bei ihrem Set mehr Akkorde verwendeten als alle ihre Vorgänger auf dieser Bühne zusammen.

Nebenan im blauen Bereich eröffnete der bunt schillernde Drangsal als „Soldat der Liebe“ mit Drama-Pop den Nachmittag, rockten Muff Potter („Wir sind die Prinzen aus Ostdeutschland und unser erstes Stück heißt „Allesnurgeklaut““) und lud ein melancholisches Posaunensolo vor alpiner Kulisse zu Beginn des Faber-Gigs erstmals mehr zum Ausdruckstanz denn zum Pogo ein.

Mit Einbruch der Dunkelheit nutzten Von Wegen Lisbeth die Gunst ihrer Stunde und lösten eine kleine Hysterie im textsicheren Publikum aus, während nebenan die Vorbereitungen für ein ganz anderes Kaliber im Gange waren.

21:45 Uhr fiel dort der Vorhang für Feine Sahne Fischfilet, einem Fels von Band und einem Monchi außer Rand und Band. Nach kurzem, retrospektiven Blick auf die eigene Highfield-Historie ab 2013 lautete die Devise „Alles Auf Rausch“, nur echt mit Bengalos, und der versprochene 70-minütige Bühnenabriss wurde eingehalten.

Ein leichtfüßiger Cro sowie Party-Maschine und Entertainer vor dem Herrn Jan Delay mit seiner Disco No.1 setzten am Freitag den Deckel drauf.

Am Samstag neigte sich die Genre-Waage auf der Blue-Stage zugunsten des Sprechgesangs, Sookee, Die Orsons, Lokalmatador Trettman und andere Kollegen luden zur Hip-Hop-Winke-Katze, während auf der Parallelbühne nachmittags bei Danko Jones die Saiteninstrumente schon wieder in den Kniekehlen baumelten.

Ihnen folgte an dieser Stelle ein Höhepunkt des zweiten Festival-Tages. „Wir kommen von Planet Erde“ sprach Frontmann Roughten Reynolds und Enter Shikari legten ein Trancecore-Brett hin, mit dem die Briten nachhaltig beeindruckten und den etwas schwammigen Eindruck von „The Spark“ vergessen ließen.

Solide und authentisch spielte Thees Uhlmann mit seiner Band Bekanntes und Kommendes, bekamen die schmalen Themen von AnnenMayKantereit einen großen Rahmen inklusive eines neuen Songs und Bad in der Menge und luden Thirty Seconds To Mars alle Anwesenden „Kings And Queens“ zum Tanz.

Mit den letzten mobilisierten Kraftreserven hinein in den letzten Tag. Es galt, Kater, Sonne, Wind und Unwetter-Unterbrechungen zu trotzen und u.a. mit Frank Turner, The Offspring, Fettes Brot und dem Elektro-Multitasker Steve Aoki bis in den Montag hinein zu feiern.

Aus dem Festival-Gelände wird für die nächsten 11½ Monate wieder ein stilles Naherholungsgebiet. Der Vorverkauf für die 2020er Highfield-Auflage beginnt bereits heute.

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