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Ich wäre definitiv am Arsch gewesen – Adam Green im Interview

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Adam Green ist einer der führenden Vertreter der sich permanent neu erfindenden Multi-Entertainment-Community. Erst vor drei Jahren überraschte und verwirrte der fleißige New Yorker seine Anhängerschaft mit seinem „Aladdin„-Großprojekt. Dieser Tage erscheint nun eine neues Studioalbum („Engine Of Paradise„) und ein dazu passender Bildband („War And Paradise“). Wir trafen Adam Green zum Interview und sprachen über erfolgreiche Teamarbeit, Florence Welch und den steinigen Weg nach oben.

MusikBlog: Adam, dieser Tage erscheint dein neues Studioalbum und ein dazugehöriger Bildband. Es geht um Krieg, das Paradies und Motoren. Kannst du etwas Licht ins Dunkel bringen?

Adam Green: Sehr gerne. Der Bildband und das Album entstanden zur selben Zeit. Sie sind also miteinander verwoben. In dem Bildband geht es um meine Version von „Starship Troopers“. Menschen kämpfen gegen hyperintelligente Insekten. Dieser Krieg bestimmt den ersten Teil des Buches. Im zweiten Teil geht es dann um anschließende Geschichten aus dem Jenseits. Da kommt dann auch der Titel „Engine Of Paradise“ vor. Den Titel habe ich dann auch fürs Album genommen, weil ich die Positivität des Titels in Verbindung mit der Jenseits-Thematik ziemlich spannend fand.

MusikBlog: Die neuen Songs klingen auch sehr spannend. Du sprachst im Vorfeld von deiner bis dato „elegantesten“ Platte. Was genau meinst du damit?

Adam Green: Nun, die Songs klingen sehr warm und zugänglich. Es passieren zwischendurch aber auch viele überraschende Dinge. Wenn man genau hinhört, dann präsentiert sich immer wieder etwas Neues. Ich habe diesmal unheimlich tolle Leute um mich herum gehabt, die fantastische Ideen mit am Start hatten.

Florence Welch beispielsweise, ich meine, ihre Stimme ist der Wahnsinn. Loren Humphrey hat das Album produziert. Er hat aber auch die Drums eingespielt.  Und das hat er wirklich grandios gemacht. Dann war da noch James Richardson von MGMT, der die Gitarren eingespielt hat. Auch er hat einen ganz bestimmten Stil, den man sofort erkennt. Und natürlich Jesse Katanski, mein Arrangeur, der mit östlichen Arrangements um die Ecke kam. Das war ein großartiges Team.

MusikBlog: Wie war es, mit Florence Welch zu arbeiten? Man hört ja manchmal, dass sie etwas divenhaft agieren soll.

Adam Green: Das kann ich nicht bestätigen. Ich kenne Florence schon ziemlich lange. Wir sind und in den letzten Jahren schon ziemlich oft in New York über den Weg gelaufen. Während der Albumaufnahmen saß sie dann irgendwann ganz überraschend auf einem Studiosofa und fragte: „Das hier klingt gerade super. Kann ich den Song einsingen?“ Ich musste nicht lange überlegen. (lacht)

MusikBlog: Das nenne ich mal spontanes Arbeiten.

Adam Green: Ja, das war ziemlich crazy. Und seitdem hängen wir beide ziemlich oft zusammen. Da hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt. Letztens erst war ich auf einem ihrer Konzerte. Und ich kann dir sagen: Wenn du sie noch nicht live gesehen hast, dann solltest du das unbedingt nachholen. Das war eines meiner absoluten Highlight-Konzerte. Unglaublich, was diese Frau in puncto Atmosphäre und Dynamik auf die Bühne bringt. Ganz krass.

MusikBlog: Florence ist eine große Nummer im Hier und Jetzt. Du hast als Musiker und Künstler auch schon unheimlich viel erreicht. Erinnerst du dich noch an den Moment, in dem dir klar wurde, dass das du mit deiner Musik richtig erfolgreich werden könntest?

Adam Green: Das ist schwer zu sagen. Ich meine, wie definiert man Erfolg? Geht es um goldene Schlallplatten oder einfach nur darum, keinen herkömmlichen Job mehr zu haben? Ich weiß nicht. Ich kann mich aber auf jeden Fall noch an den Moment erinnern, in dem mir klar wurde, dass mich das Musikersein in seinen Fängen hatte. Das war Ende der Neunziger als Beck das Album „Mutations“ veröffentlichte. Diese Platte hat mich extrem beeinflusst und inspiriert. Danach wollte ich nur noch Musik machen.

MusikBlog: Du warst dann auch ziemlich schnell hier in Europa unterwegs.

Adam Green: Naja, die erste Zeit war nicht ganz so einfach. Ich habe Songs geschrieben und meine Augen und Ohren offengehalten. Ich war damals ja auch noch auf dem College. Irgendwann landeten dann einige Tracks von mir im Londoner Büro von Rough Trade Records. Kurz darauf habe ich dann meinen ersten Plattenvertrag unterschrieben und war dann auch gleich in Europa auf Tour.

MusikBlog: Was wäre aus Adam Green geworden, wenn all das nicht passiert wäre?

Adam Green: Ich wäre definitiv am Arsch gewesen. (lacht) Nein, im Ernst: Keine Ahnung wo ich heute hocken würde. Die Musik und die Möglichkeit, mich mit Kunstformen auszudrücken… Das kann man gar nicht in Worte fassen. Neben meiner Familie gibt es nicht da nichts Wichtigeres und Bedeutenderes.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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