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Iggy Pop – Free

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Iggy Pops fahler Körper klettert aus einem Grab in irgendeiner US-amerikanischen Kleinstadt. Mit starrem Blick und Blutdurst macht er sich auf den Weg zum nächsten Diner, knuspert genüsslich die Bedienung weg und bedient sich danach am vorgekochten Kaffee.

Was das alles soll? Haben sich wohl die meisten gefragt, die Iggy Pop in diesem Jahr an der Seite von Adam Driver, Bill Murray und Selena Gomez im Jim-Jarmusch-Film „The Dead Don’t Die“ gesehen haben.

Jetzt kehrt der Künstler mit Legendenstatus wieder zu seiner Hauptdisziplin zurück, dem Songschreiben. „Free“ heißt der Nachfolger von „Post Punk Depression“ und ist – im Grunde – nichts anderes als die Konsequenz eben dieses Albums.

Mit über 20 Alben auf dem Buckel weiß man kaum noch, was man mit seinem neuen Album anfangen soll. Völlig befreit von Erwartungen, kann wohl niemand sein, der auch nur im geringsten mitbekommen hat, inwiefern Iggy Pop im letzten halben Jahrhundert die Wahrnehmung und das Image der Rockmusik maßgeblich mitgeprägt hat.

Und trotzdem versuchen wir mal, ganz unvoreingenommen in „Free“ reinzulauschen. Ob’s klappt? Ja und Nein. Denn schon wie oben erwähnt, kommt einem immer wieder hoch, was man vor drei Jahren auf „Post Punk Depression“ gehört hat.

Auf die Depression und die ersten Überlebenszeichen wirklichen Rocks in Iggy Pops Musik folgt auf „Free“ das Streben nach dem Unmöglichen – wirklicher Freiheit. Katharsis, Gesellschaftskritik und dynamische Freiheit und die absolute Ungebundenheit an irgendwelche Genremuster sind die Konsequenz.

Bei „Glow In The Dark“ tritt sphärisches Flimmern zur monologisierenden Stimme Iggy Pops, „Dirty Sanchez“ wiederum klingt eher nach Stierkampf und klassischem Rock.

Ob man die Erwartungen, die man natürlicherweise an ein neues Projekt Iggy Pops hat, für einen kurzen Moment vergessen kann, wenn „Free“ läuft? Unbedingt, denn selbst, wer mit einem Plattenregal voller Vorbelastungen ins neue Album reinhört, wird im Nachhinein vergessen haben, wie die sich anhörten.

Iggy Pop bleibt eigen, da verzeihen wir ihm auch den ein oder anderen Trash-Zombie-Film.

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