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(Sandy) Alex G – House Of Sugar

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Formwandler und Indie-Rock-Manipulator (Sandy) Alex G hat erst vor zwei Jahren mit „Rocket“ bewiesen, dass er bereit ist, dem Genre jedenfalls noch ein wenig letztes Leben einzuhauchen – und einen großen Teil von sich selbst.

„House Of Sugar“ geht diesen Weg konsequent weiter. Das verrückte Genie sitzt am Strand, vielleicht auch mit langem Gewand am Piano oder mit einem Bein im viel zu kalten Wasser, und lässt sich was einfallen, zwischen horizontalem und eingängigem Indie-Pop und bewusst verschlossener Melancholie bewegt sich auch „House Of Sugar“.

Das achte Album des US-Amerikaners bleibt dabei gewohnt experimentell. Während „Taking noch den Anschein erwecken könnte, die konventionelleren Stücke von „Rocket“ könnten mit „House Of Sugar“ zur Norm werden, stellt „Near“ fest, was wirklich los ist.

Balmorhea und Bon Iver haben in Repetition und Verdichtung vorgemacht, was man aus akustischen und vermeintlich folkigen Instrumenten rausholen kann. Na gut, Letzterer ist mittlerweile auf einer ganz anderen Schiene unterwegs und findet sein Glück darin, Instrumente und Ähnliches übersteuern zu lassen.

(Sandy) Alex G ist aber auf dem besten Weg dahin. Obskure Liedstrukturen und in Wiederholung entartete Bausteine sind nicht mehr viel mehr als die entstellte Fratze eines Indie-Folk-Projekts.

(Sandy) Alex G liefert mit „House Of Sugar“ das nötige Update zu „Rocket“. Was auf „Rocket“ noch Idee und Vision eines überholten und individualisierten Prog-Folks war, ist auf „House Of Sugar“ zum wirklichen Standard gereift.

Im Wechselspiel zwischen akustischen und fast zu lieblichen Tracks auf der einen, und experimentellen, eigenwilligen und vielleicht sogar unschönen Tracks auf der anderen, gelingt (Sandy) Alex G der Spagat, den Justin Vernon wahrscheinlich schon wegen seines inhärenten Strebens nach Grandeur nie hätte gehen können.

Der authentische Umgang mit dem Folk gelingt eben nur denen, die unaufhörlich versuchen, keinen mehr zu produzieren, und am Ende trotzdem ein bisschen danach klingen. Auf der anderen Seite stehen dann Mumford & Sons, aber das ist eine andere Geschichte.

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