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Beck – Hyperspace

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Der Klangwandler Beck Hansen setzt sich in den „Hyperspace“ und bricht dort weniger mit Erwartungshaltungen, als er das in seiner gesamten Karriere immer wieder intuitiv getan hat. Das ist freilich selbst verschuldet, er hat schließlich kaum etwas übriggelassen, mit dem er noch brechen könnte.

Sein 14. Studioalbum beginnt zunächst als etwas leiserer Fortsatz des bunten, beinahe feierlaunigen Vorgängers „Colors“. Der Titeltrack zum Auftakt schleicht sich in eineinhalb Minuten auf kosmischen Synthesizern in Raum, Zeit und Album hinein. Ein bischen Flaming Lips-Alike.

Wenn er im darauffolgenden „Uneventful Days“ dann im gechillten R’n’B-Modus von eben jenen ereignislosen Tagen und Nächten singt, die Vocoder auf Autotune-Anschlag, dann hat das zunächst den Anschein, als würde sich „Hyperspace“ als eine ruhigere Reaktion auf „Colors“ veranlagen, so wie damals „Sea Change“ auf „Midnight Vultures“, nur eben im Hyperspace statt der Singer/Songwriter-Position.

Und prompt danach kommt er dann wieder, der Bruch mit der gerade aufgebauten Erwartungshaltung. „Saw Lightning“ könnte mit seinen akustischen Slide-Gitarren und Becks Sprechgesang aus „Odelay“ Zeiten stammen, oder gar ein Outtake von „Loser“ sein – dem einzigen Song, den auch Menschen kennen, die beim Blick auf den Künstlername im Festivalprogramm an einen PR-Auftritt der ausgeschenkten  Biermarke denken.

Der siebenfache Grammy-Gewinner hat für das Stück mit Pharrell Williams zusammengewirkt, der auch sonst an vielen Stellen der Platte seine Spuren im Beckschen Kosmos hinterlassen hat. „See Through“ etwa ist ein Song, der auf jeder Williams-Platte untergekommen wäre.

„Chemical“ dreht dann wieder etwas runter, und ist eine wundersam schöne Synth-meets-Akustikgitarren-Ballade. Die omnipräsenten Autotune-Anteile in Becks Gesang verleiden hier und an vielen anderen Stellen aber leider auch manches Mal die geschmackvollen Arrangements.

Der Schluss des Albums, um das atmosphärisch dichte „Stratosphere“ und das hymnenhafte Finale „Everlasting Nothing“ mit Flöte (eventuell das beste Stück des Albums), sind in dieser Hinsicht deutlich angenehmer.

In Summe ist „Hyperspace“ ein Album, das in seinem elektronischen und beat-gesteuerten Synthpop nach „Colors“ weniger Potenzial für Überraschungen bietet. Beck in seiner Langzeitwirkung zu unterschätzen, wäre allerdings fatal. Da macht die Platte keine Ausnahme.

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