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Georgia (Credit Hollie Fernando)

Georgia – Seeking Thrills

Für ihr Künstler-Ich beschränkt sich Georgia schlichtweg auf ihren Vornamen. Wer sich die Mühe macht, den Nachnamen der Britin herauszufinden und einigermaßen in den Sparten der elektronischen Musik bewandert ist, dem dürfte dieser bekannt vorkommen. Denn Georgia ist die Tochter von Neil Barnes, der wiederum mit seinem Duo Leftfield in den Neunzigern für Furore und hochlobende Kritiken sorgte.

Es überrascht also wenig, dass die Musik in Georgias Leben stets eine wichtige Rolle spielte und sie sich sicher beispielsweise nicht zuletzt wegen ihrer Hip-Hop-Sympathie bei Kate Tempest hinters Schlagzeug setzte.

Mit „Seeking Thrills“ veröffentlicht Georgia bereits ihr zweites Solo-Album, dem man neben den vielen verschiedenen Genres wie Hip-Hop, R’n’B oder Dance-Pop auch den Einfluss der Musik ihres Vaters noch mehr als ihrem Erstling anhört.

Das bringt gleich der Opener „Started Out“ auf den Punkt, der zwischen Achtziger-Jahre-Synthies und tanzbaren Beats zu einem tanzbaren Ohrwurm floriert und die perfekte Symbiose aus versöhnlichem House-Pop ist, auf die sich auch die einigen können, die mit ersterem eher wenig anfangen können.

Wer sich zum Opener entspannt eingegroovt hat, darf sich seiner Tanzlust zu „About Work On The Dancefloor“ – wie der Name schon vermuten lässt – voll hingeben, getrost alles andere vergessen und Georgia bei ihren eigenen Worten nehmen:

„’Cause I don’t have much in terms of money now /I don’t have material gifts for you /You want me to stay a while, stay a while / To be in a moment with you, no”. Wen interessiert schon Geld, wenn man die Fähigkeit hat, einen solchen Song zu schreiben?

Leider kann der Rest von “Seeking Thrills“ nicht ganz mithalten, denn zu oft hört man Georgia an, dass sie ihren eigenen Stil schreibtechnisch noch nicht ganz gefunden hat.

„Ray Guns“ klingt wie eine ungelenkere Version von M.I.A., der die Innovation fehlt, während bei „Mellow“ Zeilen wie „Keepin‘ it real there’s a spill / And I’m gonna get it from the spigot“ schlichtweg der Flow fehlt, was der direkte Vergleich mit Feature-Artist Shygirl noch offensichtlicher macht.

Aber was (noch) nicht ist, kann ja noch werden.

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