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Clock Opera (Credit Tempe Nell)

Clock Opera – Carousel

Frische Musik aus London, wenn auch mit dezimierter Besetzung: Nachdem der Bassist Andy West ausgestiegen ist, sind Clock Opera auf ihrem dritten Longplayer „Carousel“ nur noch zu dritt.

Clock Opera heißt: Vertrackte Synthesizer-Samples („Be Somebody Else“) und mysteriöser Sound-Nebel („I Surrender“) von Nic Nell, der stützende Rhythmus von Schlagzeuger Che Albrighton und darüber der melancholische Gesang von Guy Connelly.

Die Songs des Trios aus London sind mehr verschwurbelt denn eingängig, sie sind eher verkopfte Klangexperimente als Ohrwurm-Indie. Beim ersten Hören kann sich das Album durchaus etwas in den Gehörgängen winden – nach ein paar Durchläufen setzt es sich darin fest.

Denn zusammen überzeugen diese Songs vor allem durch ihre dichte Atmosphäre. Die bisweilen opulente Produktion hat da ihren Anteil – so, wie man sie von den Guy Connellys Remixes etwa von Metronomy oder Everything Everything kennt.

Mit letzteren teilen Clock Opera die experimentellen Soundspielereien genauso wie die Falsettstimme des Frontmanns. Es fällt schwer, unter diesen Songs einzelne Highlights herauszugreifen:

Etwa das titelgebende „Carousel“, das mit seinem Piano-Motiv ansteckt, oder „Howling At The Moon“, das zwischen seinem Synth-Spektakel immer mal wieder eine ferne E-Gitarre durchblitzen lässt.

Mit „Carousel“ zeigt das britische Trio, dass es Potential hat für mehr als nur einen Geheimtipp.

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