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Turbostaat – Live in der Markthalle, Hamburg

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Uthlande“ live. Das siebte Album von Turbostaat. Grade in den Plattenläden angekommen und schon geht’s los. Dahin, wo Turbostaat noch mehr begeistern als auf dem Plattenspieler: Auf den Bühnen der Clubs.

Wie so oft in den großen Städten viel zu schnell ausverkauft, so auch in der Hamburger Markthalle. Zum Glück für viele schieben sie spontan ein Zusatzkonzert am Vorabend ein. Auch das ist sehr gut besucht.

Begleitet werden Turbostaat an dem Tag von Captain Planet. Auch nicht mehr ganz junge, lokale Punk-Heroen, immerhin schon 17 Jahre unterwegs.

Viel Platz haben die Fünf nicht auf der Bühne, machen ohne Mühe das Beste draus. Stück für Stück wecken sie alle auf. Langsam, stampfend, erstaunlich melodiös. Die ersten Reihen singen schon alle mit. Crowdsurfing geht auch zu fünft. Man muss nur wollen.

Auf der Bühne wird Platz geschaffen. Die Spezialdeko für Turbostaat-Gitarristen Rotze Santos, darf nicht fehlen. Holz von alten Weinkisten, Rosen, Mini-Globus und vor allem der Teppich.

„Luzi“ macht den Anfang. Stimmung noch etwas zögerlich. Mitsingen klappt selbst beim Refrain nur so lala. Alle doch noch nicht wach, oder die Platte zu neu?

„Surt & Tyrann“, definitiv nicht zu neu. „Meisengeige“ beendet den ersten Block. Jetzt ist sie da, die gute Stimmung.

„Ihr seid also die Menschen von Tag 1“. Guter Punkt. Hardcore-Fans haben die Tickets sicher schnell genug gekauft und kommen morgen. Schaden tut das der Stimmung kein bisschen.

Alle sind nun wach, umso älter die Stücke, desto wacher und umso lauter. Pogo den ganzen Rest lang. Stürmisch, aber sozialverträglich. „Euch muss ich ja nicht sagen, dass Ihr aufeinander aufpassen müsst.“

Die Jungs auf der Bühne schonen sich selber auch nicht. Ganze 24 Stücke. Die komplette neue Scheibe gemischt mit Altbekanntem über alle Platten hinweg.

„Stormi“ das Highlight der „Uthlande“. Live mit unheimlich viel Nachdruck und Tiefe. „Und die meiste Zeit gehst du auch gern allein; Und die Engel singen oben und bejubeln deinen Gang“. Geht auch mit Kinderchor hervorragend.

Und natürlich „Rattenlinie Nord“. Nazis Raus!!“ die ganze Halle ist sich einig. Und laut, sehr laut.

“Ruperts Grün“, „Fraukes Ende“, „Alles bleibt konfus“, „Harm Rochel“ und natürlich „Schwan“. Die ungebrochenen Highlights der Vergangenheit. Letzteres seit „gefühlt 34 Jahren“ zum ersten Mal nicht als letztes Stück, sondern mittendrin.

Man merkt förmlich, wie Turbostaat Stück für Stück mehr ins Spielen kommen. Und selber Spaß haben. Am Ende ahnt man sogar feuchte Augen.

Was macht ein Turbostaat-Konzert so besonders? Die immense Verbundenheit der Band und des gesamten Publikums mit den Stücken. Musikalisch und textlich. Alle zappeln, springen, pogen. Und vor allem, singen alle in bester Laune mit.

Und genau darin liegt der faszinierende Bruch. „Und am Ende vom Jahr nimmt er Deine Hand; Und geht mit Dir ins Watt; Hört sich traurig an; Ist es auch!“. Historische Frauenverachtung auf den Punkt gebracht.

„Wie Scheiße!; Am Ende bringt sie alle um!“, „Kann ihm nicht helfen. Bin morgen tot“.

„Und ich seh Euch wieder schleichend; Auf der Rattenlinie Nord“, „Jetzt geht es wieder los; Die Mutter weint; Niemand hat Mitleid“.

Spaß ist da gar nix. Das Wissen darüber verbindet. Es herauszuschreien nimmt Gewichte vom Herz. Ändert nix, aber tut allen gut. Immerhin – „Alles ist besser; Alles ist besser; Als der Tod“.

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