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Deichkind – Live in der Arena, Leipzig

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„Niemand stoppt die Crew vom Deich“ texteten Deichkind bereits 2002, und wenn es ein Virus schafft, die Leipziger Buchmesse am kommenden Wochenende ins Aus zu befördern, gilt das noch lange nicht für einen Auftritt des Elektro-Rap Ensembles aus dem Norden in der Stadt.

Längst auf den großen Bühnen etabliert, folgen ihrer Parole „Krawall und Remmidemmi“ am gestrigen Donnerstag zahlreiche Anhänger aller Altersgruppen, um dem erwarteten Spektakel beizuwohnen.

Nach dem angenehmen Wiedersehen mit Rage Against The Machine und Naughty By Nature per Video beginnt der Abend mystisch. Zur Musik von Ernst Reijseger läuft ein Film, in dem Band-Homie Lars Eidinger – kopfüber an einem Kranarm hängend – als humanoider Pinsel einen weißen Raum mit blauer Farbe tüncht.

Der zwischen Stahlplatten pendelnde Aktionskünstler Flatz lässt grüßen, und das in epischen Sequenzen Gezeigte wird vermutlich für Diskussionsstoff im Kunstunterricht des im Saal anwesenden Fan-Nachwuchses sorgen.

Der Vorhang fällt, wie auf dem aktuellen Album „Wer Sagt Denn Das?“ die Sinnhaftigkeit der Dauerparty dezent in Frage zu stellend, lädt das Kollektiv zu über zwei Stunden, vollgestopft mit Beat-Gewummer, Gassenhauern, skurilen Accessoires und Tanztheater-Choreografien ein, schließlich sind die Deichkinder „Geborn` Für Das“.

Die maue Akustik in der Mehrzweckhalle spielt eine untergeordnete Rolle. Was zählt, ist die Show und die Eingangsfrage, ob das Publikum dafür ausreichend Energie mitgebracht hat, bleibt eine rhetorische.

Dass Sound und Stimmung an den Rändern verwässern, und das Subtile der Texte auf der Strecke bleibt, stört dabei wenig. Das dynamische Epizentrum vor der Bühne befindet sich in Dauerrotation und bietet – „Niemand hat die Absicht eine Wall of Death zu errichten“ – dem Virenaustausch eine faire Chance.

Inhalte der letzten beiden Platten, dazu „Leider Geil“, „Arbeit Nervt“, „Bück Dich Hoch“ und frühe Hip-Hop-Klassiker im zeitgemäßen Arrangement:

Kryptik Joe, Porky und Kollegen liefern wie bestellt, wechseln Outfits und Kulissen im Akkord, feiern eine Voodoo-Zeremonie wie dereinst The Prodigy via „Voodoo-People“ und was bei Casper, Marteria, Kraftklub und Co. Standard geworden ist, fehlte bei DK nie:

Die Reise in die Menge, zu der die Herren dato im Bierfass über die Köpfe hinweg rollen. „Wer Sagt Denn Das?“ es nichts mehr zu feiern gibt? Deichkind können es nicht gewesen sein.

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