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I Break Horses – Warnings

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I Break Horses schreiben endlich wieder Musik, zu der Filme stumm geschaltet und Beziehungen beendet werden. Zu der sich ein Quell elektronischer Elegie entspinnt und Dreiviertel-Takte gerade werden.

Das erste Album seit sechs Jahren war für das schwedische Duo um Frontfrau Maria Lindén und Fredrik Balck ein Kraftakt mit Stolpersteinen, der in der dreampoppigen Elektronik der Musik untergeht, sich im leicht bitteren und reizvoll zickigen Gesangstil von Lindén aber doch erahnen lässt.

Die Entstehung ihrer dritten Platte erstreckte sich über fünf Jahre und verschiedene Studios. Als Festplatten abrauchten, verloren I Break Horses zwei Jahre Arbeit. Lindén schrieb neues Material, nahm es auf und löschte es wieder.

Es klingt wie das Drehbuch eines Melodrams, für das Lindén ihre Arbeitsweise ändert, ihre Lieblingsfilme mit stummgeschaltetem Ton anschaut, während sie ihre eigenen Partituren zu den Bildern komponiert.

Erst als sie den Drang verspürt, Gesang und Texte hinzuzufügen, wird ihr bewusst, dass daraus ein neues I Break Horses Album entstehen würde.

Eines, das mit einem neunminütigen Synth-Walzer über das Ende einer Beziehung beginnt – das tiefschürfende Highlight der Platte. Eines, das zwischen School Of Seven Bells und Chvrches die elektronischen Elemente in ihrem einst shoegazigen Indie-Sound weiter forciert.

Die Indie-Schlagseite war schon auf dem Vorgänger zu Gunsten von Synthesizern etwas abgeklungen. Die DIY-Schläue, die I Break Horses aus dieser Ecke mitgenommen haben, bleibt trotzdem – manifestiert in ihrem Bandnamen, den sie bei einem Song des großen amerikanischen Pop-Lyrikers Bill Callahan abgeschaut haben.

Diese Schläue hält sie jetzt nicht davon ab, ein ausschweifendes Vocoder-Finale in „Depression Tourist“ anzusteuern, das wie die übrigen Songs mehr Kurzgeschichte als Roman ist, mehr Filmscore als Soundtrack und auf nostalgische Weise zeitlos und verwaschen.

Am Ende stehen Songs, die den Weltschmerz an der Schwelle zum Farbfernsehen einfangen.

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