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Tim Burgess – I Love The New Sky

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Gemeinschaft schaffen in Zeiten des „Social Distancing“ ist mittlerweile fester Bestandteil der meisten Alltage geworden. Die Yoga-Session wird über Zoom abgehalten, das Feierabendbier via Skype getrunken.

Und auch Tim Burgess hat einen Weg gefunden, sich seine Corona-Quarantäne musikalisch zu versüßen und das ganz ohne Wohnzimmer-Streaming. Der The-Charlatans-Frontmann organisiert nämlich seit Beginn der Quarantäne auf seinem Twitter-Account Listening-Parties, bei denen Musikfreunde auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit auf „Play“ drücken, sich die gleiche Platte anhören und ihre Gedanken dazu auf Twitter kund tun.

Sogar eine zweiminütige Pause für die Vinyl-Liebhaber wurde zum Umdrehen der Schallplatte eingeplant. Man merkt – Tim Burgess lässt sich die Laune nicht verderben und ist grundlegend Optimist.

Und genau das hört man auch „I Love The New Sky“ an. Bereits das Intro des Openers „Empathy For The Devil“ versprüht nicht nur wegen seiner unverhohlenen The-Cure-Anleihen und der ebenso offensichtlichen Rolling-Stones-Referenz einen wohligen Charme.

Es passt zur aktuellen Lage, dass „I Love The New Sky“ auch durch Experimentierfreude glänzt. Da wären beispielsweise „Comme D’Habitut“ und „The Mall“, die durch ihre ausufernden Instrumentalteile erfolgreich Richtung Prog-Rock schielen, jedoch ohne ihre Basis in der Pop-Musik aus den Augen zu verlieren.

„Sweet Old Sorry Me“ hingegen nimmt seinen Hörer mit auf eine Reise, die man eben gerade nicht antreten kann. Stattdessen lässt man sich von den typischen Streicher-Sequenzen die nötige Wärme der Abendsonne aufs Gesicht zaubern, während man zu den Saxophon-Klängen an einem kalifornischen Pier seiner Wahl entlangschlendert und kaum überrascht ist, dass am hippen Kaffeeladen nebenan Paul McCartney steht und die Mitmusiker im Geiste dirigiert.

Zu „The Warhol Me“ verschlägt es einen anschließend mit wabernden Synthie-Klängen auf einen anderen Planeten, der gerade so weit weg ist, dass man immer noch sehen kann, was auf der Erde passiert. Laserschwerte gibt’s dort troztdem und in einer dunklen Ecke sitzt Joy Divisions Ian Curtis und schreibt „Insight“.

In Zeiten, wo immer noch nicht klar ist, wann man das nächste Mal entspannt das Haus verlassen, geschweige denn neue Kulturen und Länder entdecken kann, kommt „I Love The New Sky“ genau richtig. Denn sobald die Plattennadel über das Vinyl kratzt, entführt Tim Burgess zumindest mental in andere Sphären.

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