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Róisín Murphy (Credit Adrian Samson)

Róisín Murphy – Róisín Machine

Was lange währt, wird endlich gut: So lautet das Sprichwort, welches vielleicht oft, aber gewiss nicht immer zutrifft. Auch Róisín Murphy hat in ihr neues Album „Róisín Machine“ eine Menge Zeit investiert. Das jüngste Werk der Sängerin ist eine Art Langzeitprojekt:

Bereits vor zehn Jahren haben Murphy und ihr langjähriger Kreativpartner Richard Barratt, auch bekannt als DJ Parot, mit den Arbeiten daran begonnen. Die Idee dahinter war ursprünglich, das perfekte House-Album aufzunehmen.

Mit House-Nostalgie und Electro-Spielereien schlägt die irische Künstlerin auf „Róisín Machine“ nun die Brücke zwischen den Alben ihres ehemaligen Projekts Moloko und ihren Solo-Werken.

Und das macht sich bereits im Opener „Simulation“ bemerkbar, als nach Geigenlauten endlich der Beat einsetzt, welcher geradewegs in klassischen House umschlägt. Hinzu kommt eine funky Gitarre, die hin und wieder lauter ausschlägt aber insgesamt subtil bleibt.

Murphys Gesang hält sich ebenso bedeckt lässig, so dass der Sound zu einer diffusen und aufgeregten Masse verschwimmt und die Sängerin immer wieder neu mit „This is a simulation / This is a demonstration“ beginnt.

Auch das darauffolgende „Kingdom Of Ends“ setzt auf Wiederholung bei den Lyrics, während der Beat hier wesentlich mehr Raum einnimmt. „Keep going in, going on / Keep going down, keep turning round / Keep waking up at 6 am“, wiederholt Murphys verzerrter Gesang immer wieder, bis zwangsläufig Tanzstimmung einsetzt und auch die Drum-Machine-Sounds sich flüssig ins Gesamtbild einfügen.

Bei „Something More“ setzt dann zum ersten Mal auf „Róisín Machine“ ein Kontrastprogramm ein. Souliger bis melancholischer Gesang wird nur von einem sanften Beat und leisen Keyboard-Tönen begleitet.

Das Stück bildet zwischen Nachtsounds und Discohits hier aber die absolute Ausnahme und spätestens in „Jealousy“ und „Narcissus“ greift Murphy wieder beherzt zur House-Peitsche:

Bass, Gitarre und Beat verschwimmen zuverlässig. Ähnlich, wie die Erinnerungen an eine durchzechte Nacht mit House-Tönen als ultimativen Soundtrack.

Und genau die Stimmung dürfte auch die Intention von Murphy und Barratt gewesen sein.

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