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Cordovas (Credit Lucca Soria)

Cordovas – Destiny Hotel

Eine Country-Kneipe vielleicht irgendwo im ländlichen Tennessee. Samstagabend. Dicke Luft vom Zigarettenqualm, ein Lichtkegel über dem Billardtisch. Und in der Ecke steht diese Country-Band, einer hat die Gitarre umhängen, der andere sitzt am alten, leicht verstimmten Klavier.

Es sind diese Bilder, die die Band Cordovas mit ihrem Sound provoziert. Die Musiker in der Ecke dieser Country-Kneipe, es könnten die Jungs um Joe Firstman sein. Und gleichzeitig irgendwie doch nicht: denn angestaubt klingen Cordovas gar nicht.

Die vierköpfige Truppe stammt – wie sollte es anders sein – aus der Country-Metropole Nashville, aber ihre Songs entstanden zu großem Teil woanders, nämlich während einer dreimonatigen Jamsession im mexikanischen Küstenstädtchen Todos Santos. Aufgenommen wurde in Los Angeles.

Wie schon das Debüt „That Santa Fe Channel“ von 2018, lässt sich auch der Nachfolger „Destiny Hotel“ von der Country- und Folkmusik vergangener Jahrzehnte inspirieren und macht daraus etwas Neues, Frisches.

In den Songs vermischt sich der trockene Folk mit dem Sound des ewigen Sommers an der Westküste, etwa im entspannten wie groovigen „Warm Farewells“ oder dem ansteckenden „Destiny“. Zwischen flotten Gitarrenläufen fiedelt mal eine Geige oder klimpern mal ein paar Klaviertöne („Fine Line“).

Hauptsache handgemacht: Songs, die auf die Festivalbühnen passen, die Cordovas sonst bespielen, aber eben genauso auch ohne viel Equipment in jener Country-Kneipe gespielt werden könnten.

„Do More Good“, das letzte Stück des Albums, wäre dann der Rausschmeißer in der Nacht, wenn nur noch die letzten Stammgäste am Tresen sitzen und im Schwung des gemächlichen Takts in alten Zeiten schwelgen.

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