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Future Islands (Credit Justin Flythe)

Future Islands – As Long As You Are

Future Islands ist für viele wahrscheinlich mehr als eine Synthie-Band, die ihr Handwerk versteht und die Waage zwischen nostalgischen Sounds und modernen Techniken hält. Vielmehr ist das Quartett längst eine Art Internet-Phänomen.

Das liegt zwar auch an der markant rauchigen Stimme von Frontmann Samuel T. Herring und seinen extrovertierten Tanz-Performances bei Liveauftritten. Vor allem aber auch an den versierten und stets hitverdächtigen Melodien der Indie-Band.

Die Veröffentlichung ihres letzten Albums „The Far Field“ liegt mittlerweile drei Jahre zurück und spätestens seit der ersten Single-Auskopplung wurde mehr Material der Gruppe aus Baltimore, Maryland heiß erwartet. Doch kann „As Long As You Are“ mit seinen Vorgängern mithalten?

Zumindest bleiben Future Islands ihrer Linie treu und vertiefen ihren bisherigen Sound, statt eine völlig neue Richtung einzuschlagen. Das schließt dennoch nicht aus, dass die Band sich weiterentwickelt und im Songwriting neue Schritte wagt.

So soll „As Long As You Are“ das erste Album der Band sein, welches nicht von einem ständigen „Unterwegssein“ geprägt ist, sondern von einer Zeit, die Zuhause verbracht wurde. Inhaltlich setzen sich die Texte mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinander.

So tiefsinnig das erscheint, so verwirrend startet das mittlerweile sechste Album der Band, nämlich mit Entengeschnatter im Opener „Glada“. Dieses wird aber nach nur wenigen Sekunden von verträumt hallenden Synthie-Tönen abgelöst. Herrings Stimme wirkt noch düsterer als gewohnt und windet sich zunächst eher in einem erzählerischen Rhythmus statt tatsächlichem Gesang.

For Sure“ schlägt dafür direkt heitere Töne an. Die ausdrucksstarke Vorabsingle schlägt mit ihrer hymenhaften Struktur gegen Ende die Brücke zu bekannten Songs der Band, wie etwa dem Hit „Ran“ und „Seasons (Waiting On You)“.

Ähnlich wie diese beiden Beispiele tummeln sich wieder mehrere Stücke auf „As Long As You Are“, die hitverdächtig daher kommen. Da wäre das absolut tanzbare „Waking“, das auf viele Wiederholungen und hektischen Rhythmus setzt oder das mit schrillen Synthie-Fanfaren durchtränkte „Born In War“.

In „Moonlight“ wird es dagegen balladenartig, während Hemming ein weiteres Mal die Wandelbarkeit der Emotionen in seiner doch sehr präsenten Stimme beweist.

Und diese Mischung dürfte in etwa das sein, was die Fans sich erhofft hatten.

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