Gefeiert als “die neue Amy Winehouse” (Focus) steht Celeste Epiphany Waite alias Celeste nach zwei Jahren auf der Überholspur vor der bisher größten Hürde ihrer noch jungen Karriere. Die Veröffentlichung des langersehnten Debütalbums “Not Your Muse” soll nun auch den letzten Zweifler davon überzeugen, dass Celeste das Zeug zum Superstar hat.

Fakt Ist: Vorab releaste Tracks wie das feurige Beziehungsdrama “Stop This Flame”, der oldschoolige Groover “Love Is Back”, der balladeske Hoffnungsschimmer “A Little Love” und das nicht nur von Grime-Rapper Stormzy und Kult-Regisseur Spike Lee abgefeierte Soul-Stillleben “Strange” haben die Branche bereits in Aufregung versetzt.

Der Rest, so viel lässt sich schon nach dem ersten Durchlauf festhalten, steht den bekannten Songs in punkto Intensität und Leidenschaft in nichts nach.

Celeste erinnert in den tieferen Sphären eher an Aretha Franklin als an Amy Winehouse. Eigentlich spielt es aber keine Rolle, welche Erinnerungen geweckt werden, denn am Ende eines jeden Tracks steht die junge Britin mit ihrem eigenen Stempel im Rampenlicht.

Opulent instrumentiert, verdienen sich die 007-Hommage “Tonight, Tonight” und der orchestrale Titelsong das Prädikat “wertvoll”. Und am Ende ist es trotz aller offensichtlichen Höhepunkte ein eher unauffälliger Track, der die Speerspitze des großen Ganzen bildet. Wenn Celeste im exotisch klingenden “Beloved” mit dem Gefühlschaos kämpft, deckt ihre Stimme ein so breites Spektrum ab, dass jedem Soul-Fan daheim die Spucke wegbleibt.

Mag sein, dass jeder dritte Newcomer von der Insel als das nächste große Ding abgefeiert wird. Im Fall von Celeste bin ich mir aber sicher, dass hier jemand seinen Weg gehen wird. Und dieser Pfad dürfte steil nach oben führen.

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