Django Django – Glowing In The Dark

Django Django haben in ihrem Musikkessel etwas Neues zusammengebraut. „Glowing In The Dark“ heißt das Ergebnis und ist dem Thema Ausbruch gewidmet.

Mit der Vorab-Single „Spirals“ beginnt das Abenteuer und lässt uns schon erahnen: es wird wieder psychedelisch und elektronisch. Aber auch eingängig poppig mit dem gewissen Etwas.

Die Genres, die Django Django zugeordnet werden, gehen auf ihrem vierten Album fließend ineinander über. Mal basieren die Songs mehr auf Electronica, mal sind sie mehr von Alternative-Rock geprägt, ohne jedoch zu hart zu werden. Im Kern bleibt der Sound nämlich geschmeidiger Indie-Pop, aber eben immer irgendwie besonders.

Django Django jonglieren nämlich mit ganz unterschiedlichen Klängen und Einflüssen. Sie holen sich hier und da Inspiration, mischen das Ganze zusammen und geben ihre eigene Spezial-Würze hinzu.

So könnte „Free From Gravity“ ein recycelter Prince-Song sein, der in Synthesizer-Arpeggios übergeht, mit denen zusammen wir schließlich ins All abheben. „Night Of The Buffalo“ dagegen integriert zwischendrin orientalische Streicher, welche im Anschluss noch alleine ein Outro spielen. „Hold Fast“ ist dann wieder elektronischer und fühlt sich an wie ein Ritt durch virtuelle Welten – weg von der Realität.

Auch Western-Stimmung ist hier wieder mit dabei, am auffälligsten im Aufmunterungslied „The World Will Turn“. Wenn der Psychedelic-Sound Richtung Sixties geht, erinnert das manchmal an Temples, aber auch Ähnlichkeiten zu anderen britischen Kollegen wie Metronomy, kommen vor.

Die vier Briten singen über Flucht, aber auch über Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Am Ende von „Got Me Worried“ hört man sogar schallenden Applaus – ein fast schon absurder Moment, in dem man merkt, wie sehr uns doch momentan Live-Auftritte fehlen.

Letztendlich ist Ausbrechen auch keine dauerhafte Lösung, deshalb bleibt nur Warten und Hoffen. Währenddessen kann man sich ja die Laune mit den durchaus tanzbaren Songs von Django Django verbessern.

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