IDLES – The Beachland Ballroom – Neues Video

IDLES präsentieren heute ihren neuen Song “The Beachland Ballroom” samt Video und kündigen damit ebenfalls ihr viertes Album “Crawler” an. Die Platte erscheint am 12. November via Partisan.

2020 war noch das dritte Album der Band aus Bristol “Ultra Mono” erschienen. Laut MusikBlog-Review ist die Platte ein weiterer Siegeszug der Post-Punks, in dem sie sich weiterhin wütenden Mitgröhl-Hymnen mit felsenfester Haltung und einer ungeahnt großen Menge Herzblut und Zusammenhalt hingeben: “Es schälen sich borstigste Songs hervor. Songs wie aus Steinschleudern geschossen. Mit Post-Punk, der Blutergüsse verursacht.”

War der Vorgänger noch eine Art Parodie des Rockstartums, mit dem IDLES ihre eigene Position als erfolgreiche Band persiflierten, kehrt das Quartett mit seinem kommenden Album wieder in die Selbstreflexion ihres zweiten Albums “Joy As An Act Of Resistance” von 2018 zurück.

Damit thematisieren sie nicht nur wieder ihre eigene Vergangenheit unter anderem mit Drogensucht und psychischen Krankheiten, sondern möchten auch all jenen Mut machen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Frontmann Joe Talbot erklärt: “Wir möchten, dass Menschen, die Traumata, Herzschmerz und Verlust durchgemacht haben, das Gefühl haben, nicht allein zu sein. Dieses Album zeigt die hässliche Seite dessen, woher diese Dinge kommen, aber auch wie es möglich ist, Freude aus diesen Erfahrungen zurückzugewinnen.”

Der erste Song “Beachland Ballroom” ist dabei nach dem gleichnamigen Konzertsaal in Cleveland, Ohio benannt und dreht sich um das Privileg der IDLES, den Traum vieler Bands leben und in den großen Konzerthallen der Welt spielen zu dürfen.

Talbot führt aus: “Wir sind an einem Punkt, an dem wir tatsächlich in diese großen Säle gehen und kreativ sein dürfen und wirklich schätzen, was wir haben. Das Lied ist eine Art Allegorie des Verlorenseins und des Durchstehens.”

Dazu passend ist “The Beachland Ballroom” kein knarziger Punk-Sturm mit rauem Geschrei, sondern eine überraschend emotionale Slowdance-Nummer mit nuancierten Gitarren, die an den richtigen Stellen aggressiv werden können.

Talbot singt hier, auch wenn er nach wie vor klingt, als würde er regelmäßig rostige Nägel gurgeln, äußerst gefühlvoll. Das Timbre des Sängers klingt ungeahnt soulig und gibt dem Track dadurch die nötige emotionale Tiefe.

Der Fokus liegt auch im Video auf dem Frontmann: Dort ist es eine einzige Extrem-Nahaufnahme seines verschwitzten Gesichts, während er voller Leidenschaft den Song singt.

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