Auf der Suche nach sommerlichen Sounds aus den Bereichen Pop, Hip Hop und Soul wird man dieser Tage in Bedford-Stuyvesant, einem kleinen Ortsteil von Brooklyn fündig. Dort, im Herzen New Yorks, musizieren nicht nur die Künstler Clairo, Snail Mail, Binki und Cautious Clay. Auch einer der spannendsten US-Newcomer namens Spencer Miles Abraham Allen alias Spencer. sendet vom Big Apple aus seine Musik in die weite Welt hinaus.

Bereits mit der ersten Single aus seinem Debütalbum “Are U Down” erntete Spencer. viel Applaus. “Loney As I Ever Was” ist ein stoisch groovendes Liebesdrama mit bezirzendem Falsett-Einschlag. Musikalisch mag es Spencer. eher unaufgeregt. Die Beats pumpen zumeist unterschwellig, manchmal gibt auch nur eine einzelne Snare die Richtung vor.

Überproduziertes Brimborium sucht man auf “Are U Down?” vergeblich. Wenn sich doch mal ein paar digitale Effekte durch die Boxen schälen, dann nur um die jeweilige Atmosphäre zu unterstützen.

Spencer. singt in hohen Lagen. Das kann er richtig gut. Spencer. kann aber auch rappen. “U Around” zum Beispiel vereint beides: nachhaltigen Gesang und smoothen Sprechgesang.

Selbst leiernde Bläser (“MyLuv”) gehen sofort ins Ohr. Spencer. hat den All-in-Dreh raus. Mit seinem Debütalbum begeistert der New Yorker nicht nur Fans aus den Bereichen Pop und Hip-Hop. Auch Freunde des gepflegten Soul kommen hier auf ihre Kosten.

Mit voluminösem Bass, lieblichen Kling-Klang-Spielereien und der zirpenden Gaststimme von Thea Gustafsson alias Becky And The Birds im Schlepptau lässt Spencer geschmeidigen Soulpop vom Stapel (“After The Show”, “Luvs Me Not”).

Erstaunlich ausgereifter Pop mit pointierten Einwürfen aus den Bereichen Soul und Hip-Hop: Spencer. hat in jungen Jahren schon unheimlich viel zu bieten.

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