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Ben Harper – Bloodline Maintenance

Das Fundament, auf dem Ben Harper seine musikalischen Ideen und Visionen ebnet, wurde einst geschaffen, als Fernsehserien wie “Shaft” und die “Straßen von San Francisco” in aller Munde waren. Auch auf seinem 16. Studioalbum “Bloodline Maintenance” huldigt der gebürtige Kalifornier der Vergangenheit, ohne dabei die Gegenwart aus den Augen zu verlieren.

Ben Harper beherrscht die Kunst der Vereinigung von Alt und Neu wie kaum ein Zweiter. Rock, Pop, Funk, Blues: Der in seinen Jugendjahren von Bob Marley und Jimi Hendrix inspirierte Harper kennt keine musikalischen Grenzen, wenn es um sein handgemachtes Schaffen geht.

Auf seinem neuen Album startet Harper mit einer aufwühlenden A-capella-Performance (“Below Sea Level”), ehe WahWah-Sounds und der erdige Funk der Siebziger das Kommando übernehmen (“We Need To Talk About It”).

Den tighten Groove von einst findet man in Neuzeit-Produktionen nur noch selten (“Where Did We Go Wrong”), ebenso das perfekte Zusammenspiel zwischen verkopften Jazz-Vibes und markantem Blues (“Problem Child”). Mit viel Soul und poppigen Harmonien verneigt sich Ben Harper vor der größten Kraft des Lebens (“More Than Love”).

Meist eher minimalistisch zu Werke gehend kreiert der Sänger und Songwriter eine sehr intime und warme Stimmung. Wenn Ben Harper musiziert, dann hat vieles einen hohen Wiedererkennungswert.

Seine ausdrucksstarke Stimme, sein exklusives Gitarrenspiel, das detailverliebt strukturierte Songwriting und das perfekte Zusammenspiel zwischen Hauptakteur und Backing-Band: Hier stimmt einfach alles.

Wer von neuzeitlichen Überproduktionen ohne Herz und Seele die Nase voll hat und sich nur allzu gerne von einer musikalischen Zeitkapsel in Richtung 60s und 70s katapultieren lässt, dem sei “Bloodline Maintenance” wärmstens ans Herz gelegt. Hier schält sich der Spirit und der Sound der alten Schule aus den Boxen. Hoher Suchtfaktor.

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