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Press Club – Endless Motion

Auch drei lange Jahre Warten finden irgendwann ein Ende. Die dritte Platte der australischen Truppe Press Club sollte eigentlich 2020 aufgenommen werden. Aus wenig überraschenden Gründen wurde es dann zwei Jahre später, bis „Endless Motion“ die Nachfolge von „Wasted Energy“ antritt.

Unverkennbar Press Club ab der ersten Sekunde. Der kurze Eindruck, dass das Vorgängeralbum einfach weiter läuft, wird schnell revidiert. Diese zwei Jahre haben was gemacht. Ohne irgendwas Grundlegendes zu ändern, wirken Press Club sauberer, aufgeräumter und konzentrierter.

Schon der zweite Track „Coward Street“ bietet so viel Abwechslung, wie so manches Punk-Album über die ganze Länge nicht bieten kann. Alle Vier tun einfach das, was sie am besten können – sie spielen ihr Instrument einfach auf den Punkt ohne Klimbim.

Bei „Untitled Wildlife“ treibt und blubbert es ruhig und kräftig unter dem Sprechgesang von Natalie Foster, um kurz darauf ihrer lauten Wut eine solide Grundlage zu geben. Auch über eine Länge von fast sechs Minuten keine Spur von Langeweile.

Die Single-Auskopplung „Cancelled“ tickert sich hibbelig in dichte Ekstase. „Who said I can’t do this better? Who says I can’t live forever?” Man sieht Natalie zum Refrain als sportliches Energiebündel nur so über die Bühne springen. Man möchte schon fast im Sitzen mithüpfen.

Auf „Lifelines“ überrascht Natalie damit, wie sie mit ihrer Stimme experimentiert (und dabei an Johnny Rotten erinnert). „I Can Change“ lebt sich dann nochmal durch alle Emotionen, bevor „Less These Days“ mit einem Wechsel aus atemloser Spannung und fröhlich wütender Wucht den Abschluss der Scheibe macht.

Nichts hat sich geändert und alles hat sich geändert. Ehrliche, rohe Musik mit viel Energie. Viel Energie. Und dann doch nicht mehr ganz so roh. Ausgefeilter, ohne clean rüberzukommen. Grundsolider und abwechslungsreich musikalischer Punk-Sound aus der Garage mit absoluter Spaß-Garantie für die nächste Tour.

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