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Holly Humberstone – Paint My Bedroom Black

Mit girl in red und Olivia Rodrigo auf Tour, Features mit Britpop-Superstar Sam Fender oder der Indie-Band Bombay Bicycle Club und bereits einen ersten Auftritt beim Glastonbury gespielt: Holly Humberstone hat einen Senkrechtstart in der internationalen Musikwelt hingelegt – und zwar mit gerade einmal zwei veröffentlichten EPs.

Das ändert die Indie-Pop-Musikerin nun und veröffentlicht mit „Paint My Bedroom Black“ ihr Debütalbum – ein Werk, das – wie der Titel schon erahnen lässt – mit einem dunklen Anstrich daherkommt.

Die Düsterkeit ist von Beginn an ein Motiv in der Musik von Holly, die sowohl in ihrem Sound als auch im zugehörigen Artwork und entsprechenden Musikvideos immer in einer drückenden, dämmrigen Atmosphäre auftritt.

Passend dazu ist ein immer wiederkehrendes Thema auf „Paint My Bedroom Black“ das Thema Herzschmerz – mitunter auch verursacht von der Sängerin selbst, wie im Track „Antichrist“. Denn in dem bereits vorausgekoppelten Song reflektiert die Britin ihr eigenes, teilweise toxisches Verhalten aus vergangenen Beziehungen – und zwar in gewohnt romantisch-düsterer Stimmung und mit von Autotune verzerrter Stimme.

Das für Holly Humberstone typische, poetische Songwriting findet sich auch auf ihrem Debüt wieder und lässt die Singer/Songwriterin gewohnt authentisch und nahbar wirken.

So zeigt sie sich in Songs wie “Superbloodmoon” – einem Feature mit Darkroom-Artist d4vd – sehnsüchtig nach einer geliebten Person oder auch einfach mal hoffnungslos kitschig verliebt, wie in „Kissing In Swimming Pools“, der eben jenen Moment nutzt, um eine große dahinterstehende Liebe zu beschreiben.

Um diese dreht es sich auch auf „Into Your Room“, bei dem die rosige Liebe – begleitet von einem elektronischen Beat mit 80er-Jahre-Anleihen – fast schon in Besessenheit umschlägt: „You don’t know how much I need you“.

„Paint My Bedroom Black“ ist ein Coming-of-Age-Album mit viel Identifikationspotenzial für die Gen Z und frischem Wind für alle Indie-Pop-Liebhaber*innen – ein gelungenes Debüt von Holly Humberstone.

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