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Emiliana Torrini – Let’s Keep Dancing – Neue Single

Emilíana Torrini hat gestern ihre neue Single „Let’s Keep Dancing“ vorgestellt und gleichzeitig ein neues Album namens „Miss Flower“ für den 21. Juni 2024 angekündigt.

Die „Miss Flower“, die sich im Namen des kommenden Albums versteckt, hieß mit Vornamen Geraldine, war ein Mensch aus Fleisch und Blut und die Mutter der besten Freundin von Emilíana Torrini. Neugeboren, Kleinkind, Schule, junge Frau, Mutter, alte Frau und tot.

Doch zwischen diesen leeren Worten verbarg sich ein buntes Leben. Es heißt, als Teenager wäre sie mit einem Löwenjungen Gassi in den Friedhöfen Londons gegangen, um sich ein paar Pfund zu verdienen.

Und wir wissen, dass sie eine Kiste mit Liebesbriefen hinterließ, die junge Männer in den Sechziger Jahren für sie verfasst haben. Neun Heiratsanträge finden sich. Geheiratet hat Miss Flowers nicht.

Nach einem langen Leben gab es für ihre Tochter Zoe einen Haushalt zu entsorgen. Nicht alles, was man anhäuft, hat für die Nächsten eine Bedeutung, doch als Zoe und ihre Freundin Emilíana auf die Kiste stoßen, finden sie einen Schatz.

Was wissen wir wirklich darüber, wer unsere Eltern waren, bevor es uns gab? Geraldine Flowers war wohl eine mutige Frau, die ihren Weg neben den Liebesschwüren gefunden hat, die in einer Kiste auf dem Speicher vergilbten, bis ihre Tochter und die Musikerin sie lasen.

So wuchs ein Album, komponiert von der kompetenten Emilíana Torrini, von der es im MusikBlog schon hieß: „1994 erschien ihr Debütalbum, 2004 eine Grammy-Nominierung für die Produktion von Kylie Minogues Song ‚Slow‘, etliche Soundtrack-Aufträge, etwa für ‚Der Herr der Ringe‘ – und natürlich der Über-Hit ‚Jungle Drum‘”.

„Let’s Keep Dancing“ ist nun das erste Briefzitat und die erste Single aus der Kiste. Es kommt auf leichten Beinen und swingt karibisch, locker und scheinbar sorgenfrei, so wie vielleicht die Sechziger waren. Damals, als ein junger Mann sich wünschte, er und Geraldine würden niemals aufhören zu tanzen.

Wir wissen es besser. Wir wissen aus der Kiste, es sind zwei Tanzende, die auseinander gehen werden. Tanzende, deren Verbindung nur für diesen Moment wahr ist, in dem die Musik spielt und man tanzt.

Aber man kann das Unvermeidliche annehmen und trotzdem tanzen. Auch wenn sich die Wege trennen müssen, gibt es jetzt diese Freude, diese Verbindung, den Rhythmus und die Musik. Sicher, es geht vorbei. Der Tanz, der Song, das Video – aber jetzt und hier lass‘ uns tanzen!

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