Cate Le Bon hat heute ihre neue Single „Is It Worth It (Happy Birthday)?“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song ist ein Vorgeschmack auf ihr kommendes Album „Michelangelo Dying“, das am 26. September via Mexican Summer erscheint.
Der neue Song scheint direkt aus dem Herzen zu kommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit „Is It Worth It (Happy Birthday)?“ präsentiert Cate Le Bon das emotionale Zentrum ihres kommenden Albums, in dem sie kraftvoll die Allgemeingültigkeit und Unerkennbarkeit der Liebe beschwört.
Die walisische Künstlerin hat sich von einem alles verzehrenden Herzschmerz leiten lassen und dabei das Album „Michelangelo Dying“ erschaffen, das sie eigentlich gar nicht machen wollte. Sie widerstand ursprünglich dem Impuls, eine Platte über die Liebe zu schreiben, doch ihre Gefühle waren stärker als ihr Widerstand.
Nach ihrem 2022er Album „Pompeii“, auf dem die Künstlerin ihren Umgang mit der doppelten Katastrophe von Pandemie und Klimakrise komponierte und laut MusikBlog-Review „(…) die langsamen und strengen Songs klingen, als würden sie das Gewicht der Welt auf ihren Schultern tragen“, wendet sich Cate Le Bon nun intimeren, aber nicht weniger gewichtigen Themen zu.
Das Album dreht sich um die vielen Zustände der Existenz innerhalb der Liebe und ihrer Nachwirkungen – eine Art musikalischer Exorzismus, bei dem sich Cate Le Bon der Abstraktion intensiver Gefühle und der Trauer einer Fantasie hingab. „Keine Enthüllungen. Keine Schlussfolgerungen. Es gibt keinen Grund. Es gibt nur Wiederholungen und Chaos“, fasst sie zusammen.
Während sich die Musikerin in den letzten Jahren als gefragte Produzentin für Wilco, Horsegirl und St. Vincent etabliert hat, produzierte sie „Michelangelo Dying“ gemeinsam mit Kollege Samur Khouja. Unterstützt wird sie von einem Kreis enger Freund*innen sowie Saxophonist Euan Hinshelwood.
Das von H. Hawkline inszenierte Musikvideo zu der Single erinnert an einen surrealen Fiebertraum. In verwackelten, dokumentarischen Bildern verfolgen wir einen Protagonisten und seinen Hund durch Alltagsszenen – ein Café-Besuch, zielloses Umherwandeln – bis er sich schließlich in einer verlassenen U-Bahn-Station wiederfindet.
Diese verwandelt sich in eine bizarre Kulisse, in der er sich eine blonde Perücke aufsetzt, sich im Spiegel mustert und Fleisch zubereitet, während er dazu singt. Überlagert werden diese Sequenzen von fragmentarischen Einblendungen der Künstlerin und weiterer Hunde-Aufnahmen, die dem Video eine vielschichtige, collagehafte Ästhetik verleihen.
