Sleaford Mods haben gestern den Song „No Touch“ veröffentlicht. Es ist die vierte Single von ihrem neuen Album „The Demise Of Planet X“, das am 16. Januar 2026 via Rough Trade Records erscheint.

Auf den bisher veröffentlichten Auskopplungen („Megaton“, „The Good Life“ und „Bad Santa“) zeigte sich das Duo aus Nottingham bereits von seiner besten Seite: Zynisch, (selbst-)kritisch und mit schizophrenen Tendenzen. Gute Aussichten also für das anstehende 13. Album, denn genau so kennen und lieben Fans sie.

Schon zum bisher letzten Album der Elektro-Punks, „UK Grim“ von 2023, hieß es im MusikBlog-Review: „[Die Band hört] einfach nicht auf, sickig auf sich selbst und Großbritannien zu sein – gut so, denn irgendjemand muss auch mal mit ordentlich Schmackes auf den Tisch hauen und sagen, was Sache ist.“

Der thematische Trend wird nun auch mit „No Touch“ weitergeführt. Laut Frontmann Jason Williamson bewege sich der Song inhaltlich „in den trüben Sümpfen des Drogenkonsums und all der Zurschaustellung, die damit einhergeht“ – Isolation, Einsamkeit, Selbstverletzung. In den dialogischen Zeilen spiegelt sich ein komplexes Gefühlsgemisch aus Traurigkeit, Sehnsucht, Intimität und Reue.

Die musikalische Gesprächspartnerin im Song ist Sue Tompkins, auch bekannt als Frontfrau der schottischen Indie-Rock-Band Life Without Buildings, die von 1999 bis 2002 bestanden und nur ein einziges Album veröffentlicht hatten.

Entstanden ist der Song durch den Austausch von Sprachmemos zwischen Williamson und Tompkins, welche die finalen Aufnahmen nur erkältet ablegen konnte. Dieser gesundheitliche Umstand tut dem Gesamtbild keinen Abbruch; er verstärkt im Gegenteil eher noch den rotzigen wie unsicheren Klangcharakter der Single.

Andrew Fearns musikalische Grundlage könnte ohne den Text jedoch glatt als fröhlich durchgehen.

Aber nicht nur der Song lebt von seiner prominenten Besetzung: Für das Video führt die oscar-prämierte Regisseurin Andrea Arnold („American Honey“, „Fish Tank“, „Wuthering Heights“) die Musiker*innen an Schauplätze ihrer Heimatstadt Dartford.

Entrückt tanzend (und zeitweise auf Seniorenmobilen) taumeln Williamson, Fearn und Tompkins durch die herbstliche Stadt, und reißen dabei auch noch einige Passanten mit in ihre kollektive Trance.

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