Anna Calvi (feat. Iggy Pop) – God’s Lonely Man – Neues Video

Anna Calvi hat heute zusammen mit Iggy Pop ihre neue Single „God’s Lonely Man“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von ihrer neuen EP „Is This All There Is?“, die am 20. März via Domino erscheint.

Wenn Iggy Pop einen zerstörerischen inneren Monolog führt, sollte man besser zuhören. In „God’s Lonely Man“ überlässt Anna Calvi dem Godfather Of Punk genau diese Rolle – und das Ergebnis ist eine Eruption aus nervösen Gitarren, antreibenden Drums und roher Präsenz.

Der Song eröffnet die neue EP „Is This All There Is?“ und ist genau die direkte Konfrontation mit emotionaler Stagnation, die man sich erhofft hätte.

Anna Calvi versammelt auf ihrer neuen EP vier Kollaborationen mit Perfume Genius, Iggy Pop, Laurie Anderson und Matt Berninger (The National). Die EP bildet den Auftakt einer geplanten Trilogie, die Identität als etwas Fließendes begreift – geformt durch Nähe, Liebe und biografische Wendepunkte.

Nach ihren letzten Releases „Peaky Blinders: Season 5 & 6 (Original Soundtrack)“ 2024, bei denen laut MusikBlog-Review Anna Calvis Beitrag die Wirkung dieser Ausgaben wesentlich verdichtet hat, wendet sich die britische Künstlerin nun wieder eigenen Songs zu.

Ausgangspunkt ist Calvis eigene Erfahrung des Mutterwerdens, die ihren Blick auf Sicherheit, Verantwortung und Möglichkeiten grundlegend verschoben hat. Daraus entstanden Fragen, die die EP wie ein roter Faden durchziehen: Wie lässt sich Intimität neu denken? Was bedeutet es, sich wirklich verbunden zu fühlen? Und wann fühlt man sich überhaupt wach?

Mit Laurie Anderson interpretiert Calvi außerdem Kraftwerks „Computer Love“ neu. Andersons unverwechselbare Stimme im Zentrum, chorale Arrangements drumherum – daraus entsteht ein Stück über digitale Nähe und emotionale Distanz, das passender für unsere Zeit kaum sein könnte.

Die EP wirkt in ihrer Gesamtheit wie ein zusammenhängender filmischer Bogen, vier Perspektiven innerhalb einer fortlaufenden Erzählung.

Anna Calvi versteht Kollaboration hier nicht als nettes Beiwerk, sondern als Strukturprinzip: Die Stimmen der Beteiligten werden zu Figuren innerhalb eines gemeinsamen Klangraums, in dem Fragen offen bleiben dürfen. Das ist mutig und konsequent – und das funktioniert.

Das von Luigi Calabrase inszenierte Video zu „God’s Lonely Man“ setzt die Spannung des Songs fort: komplett in Schwarz-Weiß gehalten, wechseln sich Slow-Motion-Sequenzen mit hektischen Schnitten ab.

Die beiden Künstler*innen werden dabei auf provokative Weise gegenübergestellt und miteinander in Interaktion gebracht – sinnlich und widersprüchlich zugleich. Ein kunstvolles visuelles Statement, das die Energie des Tracks perfekt einfängt.

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