Hackedepicciotto haben gestern ihre neue Single „Wiederbelebung“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „LICHTUNG“, das am 10. Juli via Mute erscheint.

16 Jahre Weltreise, und jetzt sind hackedepicciotto wieder da – in Lichtenrade, am Rand von Berlin, mit einem neuem Album im Gepäck. „Wiederbelebung“ heißt die Single, mit der Alexander Hacke und Danielle de Picciotto die Rückkehr einläuten, und der Titel trifft es erstaunlich genau: Hier erwacht nicht nur ein Duo neu zum Leben, sondern auch eine Musiksprache.

„Wiederbelebung“ ist das Herzstück der Ankündigung von „LICHTUNG“, und der Titel ist Programm. Zu einem eklektischen elektronischen Beat singen die beiden: „Was wäre Gegensatz, wenn es nicht Zweifel gäbe? / Du möchtest schlendern gehen, ich bleibe stehen.“ Ein Vers, der die kreative DNA des Duos so kompakt zusammenfasst wie kaum ein anderer.

Denn genau das ist hackedepicciotto: zwei Menschen, zwei Welten, eine unverwechselbare Symbiose. Musik und Gesang gehen dabei eine Einheit ein, die mehr als die Summe ihrer Teile ist.

Die Symbiose ist kein neues Phänomen: Schon ihr letztes Album „Keepsakes“ von 2023 kanalisierte laut MusikBlog-Review „die Kraft ihrer symbiotischen Beziehung in ein beeindruckendes Klangerlebnis weit abseits des Mainstreams“. Bei „LICHTUNG“ dürfte das nicht anders sein.

Der Kontext gibt der neuen Single zusätzliches Gewicht: Hacke und De Picciotto leben wieder in Berlin, genauer gesagt in Lichtenrade – jenem leicht anachronistischen Außenbezirk, in dem Alexander Hacke als Kind die Schule besuchte und erste elektronische Experimente wagte, bevor er als Teenager Teil von Einstürzende Neubauten wurde.

Kreise schließen sich. Und als wäre das nicht genug Symbolik für ein Album, hat Danielle de Picciotto – US-Amerikanerin, Jahrzehnte in Berlin lebend – die Texte diesmal erstmals vollständig auf Deutsch verfasst. Eine bewusste Herausforderung, die dem Sound von „Wiederbelebung“ eine besondere Unmittelbarkeit verleiht.

Musikalisch haben hackedepicciotto den Schritt hin zu moderneren elektronischen Klängen gewagt, weg vom rein instrumentalen Band-Sound früherer Produktionen. Das Ergebnis klingt frisch, ohne die charakteristische Tiefe des Duos zu opfern.

Das Musikvideo zu der Single unterstreicht diese Intimität auf visuelle Weise: im Hochformat gefilmt, wechseln sich künstlerisch inszenierte Performance-Szenen mit Alltagsmomenten ab: Das Heimstudio, der Garten, Tarot-Karten legen am Esstisch. Die Nähe, die dabei entsteht, wirkt alles andere als inszeniert.

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