Phoebe Bridgers hat heute ihre neue Single „Lost Boys“ veröffentlicht, ihre erste neue Musik seit vier Jahren. Sie stammt von ihrem neuen Album „Lost Weekend“, das am 14. August via Dead Oceans erscheint.
Vier Jahre ist es her, dass Phoebe Bridgers mit der Single „Sidelines“ Originalmaterial vorlegte – ganze sechs Jahre seit ihrem letzten Album „Punisher„, das laut MusikBlog-Review ein gutes Stück erwachsener war, mit mehr Kopf- als Bauchmusik, und das ganz weit oben in den MusikBlog Redaktions Charts landete.
Nun kehrt sie zurück, ausgerechnet auf einem Renaissance-Jahrmarkt. Nach der Albumankündigung am Mittwoch diese Woche legt die vierfache Grammy-Preisträgerin mit „Lost Boys“ nach.
Dass die Erwartungen hoch sind, kommt nicht von ungefähr. Bereits ihr Debütalbum „Stranger In The Alps“ (2017) offenbarte ein außergewöhnliches Songwriting-Talent, das sie mit „Punisher“ endgültig einlöste und sich als eine der prägendsten Stimmen ihrer Generation etablierte.
Dazwischen lagen Triumphe mit ihrer Supergroup boygenius an der Seite von Lucy Dacus und Julien Baker, ein Grammy für den Song „Ghost In The Machine“ mit SZA von 2022 sowie Kollaborationen mit Künstler*innen wie Paul McCartney, Lorde, MUNA und The National.
„Lost Weekend“ soll nun den vorläufigen Höhepunkt markieren: vertraute Motive, mit bemerkenswerter Präzision verfeinert, dazu überraschende neue Facetten. Vertraut und doch immer wieder neu.
Die neue Single „Lost Boys“ knüpft musikalisch an das letzte Album an und wieder sticht Phoebes hymnischer Gesang hervor. Begleitet wird sie von einem leicht schrägen Video unter der Regie von Lance Oppenheim und Pablo Rochat, das Phoebe Bridgers mitten in ein Live Action Role Play schickt.
Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, der unbedingt zu einer Schar Ritter dazugehören möchte und sich dafür eigens aus dem Keller ein altes Spitzbeil besorgt.
Die Ritter nehmen ihn auf – und Phoebe Bridgers, eine Art Prinzessin, verzaubert ihn schließlich, bis die beiden als Paar enden (zumindest in einem Computerspiel, was auch die letzten Atari-Computer-Keyboard-Takte des Songs untermalen).
Mittelalter-Romantik mit Coming-of-age-Charme, wie immer bei Phoebe mit augenzwinkernder Ernsthaftigkeit.
