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The Jon Spencer Blues Explosion – Meat And Bone

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Nach 8 Jahren gibt es nun wieder ein neues Album der Jon Spencer Blues Explosion. Wie uns Jon Spencer im Interview erzählte, wollte er nach „Damage“ in 2004 und der folgenden, weltweiten Tour bis 2005 eine Pause und mal andere Musik mit anderen Leuten machen (was unter anderem in zwei weiteren Heavy Trash Alben mündete nach dem gleichnamigen Debüt in 2005). Vor ca. 1 ,5 Jahren kam ihnen dann schließlich der Gedanke, wieder mal ein neues Album herauszubringen.

Das Album wurde im Key Club in Benton Harbor, Michigan aufgenommen (und übrigens nicht in Minnesota wie andernorts zu lesen war), einem sehr guten Studio, das von den zwei, angeblich sehr netten und sehr fähigen, Toningenieuren William Skibbe und Jessica Ruffins geführt wird. Dort wurde unter anderem auch „Blood Pressures“ von The Kills aufgenommen, Jon Spencer kannte das Studio bereits von vor sechs Jahren, als er mit Andre Williams And The Sadies den erst in diesem Jahr veröffentlichten Longplayer aufnahm. Das Studio hat ihm damals so gut gefallen, dass er auf jeden Fall wieder kommen wollte.

In dem abgelegenen Örtchen gibt es keine Ablenkung, die Band hat in einem Apartment direkt über dem Studio geschlafen und so etwas kann ja auch einen sehr markanten Einfluss haben, wie wir ja unter anderem bei The Good, The Bad And The Queens’s gleichnamiger Platte gemerkt haben, die ja auch auf dem englischen Land aufgenommen wurde – mit dem bekannten herausragenden Ergebnis. Auf „Meat And Bone“ ist ein solcher allerdings nicht  zu hören.

Der Haupteinfluss auf der Platte war die Blues Explosion selbst und die Aufarbeitung der 20-jährigen Bandgeschichte bei der Zusammenstellung des Materials für die 2010 erschienenen Reissues der letzten Alben. Dabei hat die Band auch nochmal reflektiert, woher sie kommen und wie sich über die Jahre weiter entwickelt haben. Das hört man auch „Meat And Bone“ an. Es knüpft ziemlich nahtlos an die letzten beiden, rockigeren Platten „Damage“ und „Plastic Fang“ an, allerdings hört man in der Tat auch Ähnlichkeiten zu „Orange“ oder „Now I Got Worry“.

Daher fragt man sich dann jedoch schon: Wo ist das Neue, das Innovative? Und wozu war die lange Pause eigentlich gut? Die Platte verliert sich über weite Teile in friedlichem Vor-sich-hin-Geschrammel in der gewohnten Blues Explosion Qualität, aber so richtig hintern-tretend ist es eben nicht. Bisher gab es auf jedem der letzten Alben bestimmte Passagen oder ganze Songs, die besonders hervor traten und einem ein zustimmend nickendes Lächeln auf die Lippen zauberten. Sei es durch einen bestimmten Groove oder einfach coole Soundideen. Einen solchen Moment vermisst man jedoch auf „Meat And Bone“.

Auch wenn es nicht die Absicht war, als Erinnerung und Zusammenfassung ihrer bisherigen Schaffensperiode ist „Meat And Bone“ perfekt. Wenn die Blues Explosion allerdings nicht zur Selbstparodie werden und zur Bier-Kneipen Hintergrund Musik verkommen will, sollten sie sich zukünftig vielleicht doch wieder für neue Einflüsse öffnen. ACME war 1997 schon ein interessanter, „moderner“ Ansatz. Und auch Heavy Trash und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern haben neue Soundmöglichkeiten eröffnet.

Nichtsdestotrotz ist die Blues Explosion eine der sympathischsten Bands des Rock-Universums und es ist schön, euch wieder zu haben, Männer!

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