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Hundreds – Live im Feierwerk, München

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Die Hamburger Hundreds sind nach dem Release ihres Meisteralbums „Aftermath“ nun auf Tour und waren gestern in der schon seit Wochen ausverkauften Kranhalle des Münchener Feierwerks zu Gast. Die Vorband DNKL aus Schweden macht einen guten Job und schafft eine passende Einstimmung. Die drei sympathischen Jungs im Heavy-Metal Outfit (schwarze Lederjacken, Röhrenjeans und weiße Turnschuhe) hängen auch nach dem Gig noch am Merchandising Stand ab und suchen die Nähe zu den Fans.

Dann beginnen Hundreds mit dem instrumentalen „Seals & Drawers“, das es nur auf der Bonus-CD der limitierten Edition zu hören gibt. Es ist reichlich dunkel auf der Bühne und es sind zunächst nur Philipp Milner und der Tour-Percussionist zu sehen. Danach folgt dann „Aftermath“ und um sowie auf der Bühne aufgestellte Lichtstäbe erleuchten hell zum einsetzenden Gesang der mittlerweile auf der Auftrittsfläche erschienenen Eva Milner. Ein wirklich eindrucksvoller Moment.

Eva Milner schafft mit ihrer Stimme eine enorme Präsenz und Nähe. Man fühlt eine merkwürdige Vertrautheit, auch weil ihre Stimme einem sofort bekannt vorkommt (Kosheen, aber auch Maria Mena fallen einem spontan ein), was an ihrer Art zu singen, aber vielleicht auch an der englischen Sprache liegt. Eva legt ihren hypnotischen Gesang wie ein übermächtiges Gewand über den Saal und das darin befindliche, plötzlich sehr klein wirkende Publikum. Wer hier keine Gänsehaut hat, sollte wirklich den Hautarzt oder das Musikgenre wechseln. Man möchte am liebsten die Augen schließen und für den Rest des Lebens nur noch Hundreds hören.

Hundreds wechseln ihre Performance jedoch ab und mit „Beehive“ rücken dann wieder die elektronischen Klänge in den Vordergrund. Eva Milner bewegt sich dazu gazellenartig in einem leicht hüpfenden Tanz wie er in den 80er Jahren in den New Wave Discos zu sehen war. Das schafft eine gekonnte Abwechslung und so kommt gar nicht erst schwermütige Stimmung der beiden selbsternannten (musikalischen) Melancholiker auf.

Nicht nur wegen dem Gesang auf Englisch klingen Hundreds sehr international, es sind auch die verschiedenen musikalischen Einflüsse, die hier zu einem homogenen, nicht verkünsteltem, sparsam instrumentierten sowie leicht piano-zentrischen, aber dennoch voluminösen Sound verarbeitet werden, den Hundreds selbst treffenderweise als poppig bzw. organisch bezeichnen. Und in der Tat lässt sich dieses Klangkonzert im Sitzen besser genießen, weshalb Hundreds die Bestuhlung als Geschenk an ihre Fans verstehen, wie Eva am Ende des Konzertes, nach einer kleinen Zugabe, die praktisch nahtlos dem Hauptteil folgte, nochmal betont.

So wie die Songs sich jedes Mal klanglich gegen Ende steigern, wird auch aus dieser kleinen feinen Band noch etwas ganz Großes werden.

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