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Get Well Soon – Live im Freiheiz, München

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Get Well Soon alias Konstantin Gropper hat sich ja bekanntlich letztes Jahr mit 3 EPs zurück gemeldet, die im November im Abstand von jeweils einer Woche veröffentlicht wurden, mit kunstvollem Schwarz-Weiß-Cover und nur digital und als limitierte Vinylsingles. Nun ist Get Well Soon auf Tour, um eben diese EPs live zu präsentieren.

Support für das gestrige Konzert im Münchener Freiheiz waren Vin Blanc/White Wine aus mittlerweile Leipzig, das Projekt von Joe Haege von 31Knots bzw. Tu Fawning (Portland, USA) und dem Tontechniker Fritz Brückner aus Leipzig. Der Sound von Vin Blanc klingt richtig gut und erinnert etwas an die verehrten Young Gods.

Dann kommen nach kurzer Umbaupause Get Well Soon auf die Bühne, angekündigt von Eric Claptons „Layla“ aus den Lautsprechern, und beginnen mit „The Pope Washed My Feet In Prison“ von der ersten EP „The Lufthansa Heist“. Der Titel legt gut los und groovt ordentlich. Danach folgen die weiteren Titel der EP, die ja laut Konstantin eher „krachende Gitarren“ beinhalten soll, allerdings fällt der Spannungsbogen nach dem ersten Track deutlich ab.

Danach folgt erneut eine kurze Umbaupause, die Konstantin Gropper zum Umziehen in einen weißen Anzug nutze (wobei er die Hose bereits vorher an hatte). Dazu meint er später lachend „Ich dachte mir, München – weißer Anzug , das passt und ist vielleicht nicht so ungewohnt wie anders wo“. Mit einem Titel von Richard Strauss‘ letztem Werk „Vier letzte Lieder“ startet die Einstimmung auf den zweiten Teil des Abends und die EP „Henry – The Infinite Desire Of Heinrich Zeppelin Alfred von Nullmeyer“. Diese EP ist laut Konstantin Gropper als Referenz an den Autor Arnold Stadler und dessen Buch „Der Tod und ich, wir zwei“ zu sehen und bietet den elektronischen und mit viel Violinen typischen Get Well Soon Sound.

Die knappe vordere Hälfte des Freiheiz war übrigens bestuhlt. Für diese „Zweiklassengesellschaft“ entschuldigt sich Konstantin Gropper, erklärt jedoch, dass die Stehenden auch dort hätten sitzen könnten, wenn sie nur etwas härter gearbeitet hätten. Später erklärt er dann reumütig „Es war auf dem Papier eine gute Idee…aber das machen wir nie wieder“, wofür er Applaus vom Publikum erntet und den Ausspruch „Bestuhlung sucks“ (was er mit den Worten entgegnet „da haben wir ja schon den nächsten Albumtitel“).

Den dritten Teil des Konzertes mit der (nicht nur) Coverversionen EP „Greatest Hits“ leitet dann in der kurzen Pause Elton John mit „Good Bye Yellow Brick Road“ ein. Konstantin hat sein Jackett abgelegt und es beginnt mit dem Hit „Sold My Hands for Food So Please Feed Me“ von dem Get Well Soon Debütalbum „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“. Gropper feuert das Publikum mit „Aufstehen, München, aufstehen!“ an und tatsächlich stehen nun alle vorher auf den Stühlen im vorderen Saal Sitzenden.

Danach folgt die tolle Coverversion von George Michaels „Careless Whisper“, welche von Konstantin mit „unser bisher größter Hit“ angekündigt wird und zu dem es übrigens auch ein sehr sehenswertes Video gibt. Dann wird eine gewisse Anna aus dem Publikum auf die Bühne gerufen, ein Fan, die sich vorher auf der Get Well Soon Website für eine GWS Karaoke Version beworben hat. Sie hat „Werner Herzog Gets Shot“ vom 2010er Mini-Album „Vexations“ gewählt (von Gropper scherzhaft mit den Worten kommentiert „In München muss man als Regisseur erst sterben, um berühmt zu werden“) und macht einen ziemlich guten, unpeinlichen Job. Mit dieser Performance schafft sie’s auf jeden Fall ins Recall und erhält entsprechenden Applaus. „Einem schwäbischen Regisseur gewidmet“ folgt dann „Roland, I Feel You“ – Get Well Soons Ode an Roland Emmerich.

Dann ist der offizielle Teil beendet. Get Well Soon lassen sich aber nicht lange zur Zugabe bitten und mit „Ich will euch ausflippen sehen“ angekündigt, beginnt es mit Pulps „Disco 2000“, welches angeblich von München als Zugabe gewählt worden war (allerdings auch schon die Zugabe bei vorherigen Konzerten war). Bei diesem Titel offenbart Konstantin Gropper jedoch einige Gesangsschwächen, die gleichförmigen, tieferen Gesangspassagen liegen ihm wohl besser.

Mit „Tick Tack! Goes My Automatic Heart“ vom 2008er Debüt folgt eine sehr emotionale Darbietung. Insbesondere der Background-Chor kommt sehr stimmungsvoll rüber. Nach dem Ende des Songs und dem Applaus, starten Get Well Soon den Chor nochmal leise und immer lauter werdend und zaubern damit ein leises Lächeln auf das mitsummende Publikum. Sehr schön. Den Abschluss des 2-stündigen Konzertabends bildet dann der Hit „If This Hat is Missing I Have Gone Hunting“, ebenfalls vom ersten Album.

Get Well Soon haben mit ihrer sogenannten „A Special Night With Get Well Soon“ ein wirklich besonderes Konzertereignis geboten und die EPs den Fans noch einmal näher gebracht, ohne dabei auf die bekannten Hits zu verzichten.

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