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Lifehouse – Out Of The Wasteland

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Manchmal muss man sich trennen, um wieder zueinander zu finden: Die aus Malibu, Kalifornien stammende Band Lifehouse ist ein Paradebeispiel für diese Weisheit. Nachdem Lifehouses letztes Album „Almeria“ aus dem Jahr 2012 wegen der unentschlossenen Mixtur aus „solidem Rock und überproduziertem Charts-Pop“ (Reviewzitat) bei Fans und Kritikern nicht wirklich gut ankam, entschied die Band um Sänger, Songschreiber und Gitarrist Jason Wade, vorerst getrennte Wege zu gehen.

Die Mitglieder verfolgten verschiedene eigene Projekte, Schlagzeuger Rick Woolstenhulme zum Beispiel ging mit den Goo Goo Dolls auf Tour, Gitarrist Ben Carey gründete die Band Elvis Monroe. Jason Wade plante ein Soloalbum „Paper Cuts“, von dessen Entstehungsprozess viele Songs übrigblieben – dabei wurde Wade klar, dass er während der selbstverordneten Pause von Lifehouse eine ganze Reihe Stücke geschrieben hatte, die wie gemacht für ein neues Lifehouse-Album schienen: Geradlinig, authentisch, erdig, emotional und voller Kraft – genau der Sound, den Lifehouse bei ihrer Gründung vor mehr als fünfzehn Jahren im Sinn hatten.

Wade trommelte also seine Kollegen zusammen und der Funke sprang sofort über: Die frühere Leidenschaft war wieder da. Lifehouses sechste Platte entpuppt sich als das authentischste, vielleicht sogar beste Album der kalifornischen Rocker. Passend zur neu gewonnenen Kraft trennten sich Lifehouse von ihrer alten Plattenfirma Geffen und veröffentlichen auf ihrem eigenen Label Ironworks.

Das Album mit dem durchaus programmatischen Titel „Out Of The Wasteland“ dürfte auch Fans von Nickelback gefallen – eine gemeinsame US-Sommertournee mit Nickelback und Lifehouse wurde allerdings leider gerade wegen gesundheitlicher Probleme Chad Kroegers gecancelt. Aber ob als Haupt- oder Supportact: Lifehouse-Songs gehören auf die Bühne. Die ausgewogene Rezeptur aus druckvollen, energiegeladenen Rockstücken (z.B. „Hurricane“, „One for the Pain“) und emotionalen Powerballaden wie „Flight“, „Firing Squad“ oder „Wish“ sorgt zwar auch im heimischen Wohnzimmer für Atmosphäre, aber man kann sich leicht ausmalen, dass die Stücke live noch viel besser zur Geltung kommen.In Deutschland konnte man Lifehouse zuletzt unter anderem 2011 bei Rock am Ring/Rock im Park erleben, „Out Of The Wasteland“ bringt Lifehouse im Herbst auch wieder in hiesige Venues.

Das sensibel arrangierte „Runaways“ zündet im Mittelteil in hymnischen Rock inklusive eingängigem Refrain, im softeren, poppigen „Alien“ thematisiert Wade Angst vor Entfremdung und Einsamkeit – und erinnert stimmlich ein bisschen an Kurt Cobain, also quasi automatisch an gute alte Grunge-Zeiten. Überhaupt ist es die tendenziell die selbstzweiflerische und gefühlvolle Seite von Lifehouse, die die Band von allzu kraftstrotzenden Konkurrenten wie den bereits genannten Nickelback wohltuend abhebt.

Lifehouse mögen hierzulande noch nicht die ganz große Nummer sein – mit „Out Of The Wasteland“ gehören die Kalifornier aber definitiv in die erste Rockliga.

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