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Mikky Ekko – Live in der Black Box, München

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Mikky Ekko, der vor drei Jahren mit seinem Song „Stay“ bekannt wurde, den er für Rihanna schrieb und darauf auch mitsang, ist nun auf seiner ersten Headliner Tour in Deutschland, um sein Debütalbum „Time“ zu präsentieren. Gestern machte er im für so ein Konzert eher ungewöhlichen Venue Black Box im Münchener Gasteig Halt.

Im Publikum sind erwartungsgemäß Mädchen im Teenager- und Early-Twenties-Alter in der Überzahl, wer jedoch aufgrund des eher soft-poppigen Albums eine Boygroup-Performance erwartete, sah sich bereits nach kurzen Augenblicken getäuscht. Also Scheuklappen hoch und weiter lesen!

Mikky Ekko, der übrigens Nirvana, aber auch The Go! Team und Godspeed You Black Emperor! als Einflüsse nennt, kommt nach einem Intro in T-Shirt und schwarzer Lederjacke auf die Bühne und beginnt mit „Burning Doves“. Der Sound ist voluminös, klingt keineswegs poppig und Mikky Ekko gibt bereits im ersten Song alles. Seine Tourband sieht aus wie eine Rockband, Keyboarder Steven Weston, der etwas an Bülent Ceylan erinnert, könnte glatt als Mosher durchgehen; Schlagzeuger Gavin McDonald sieht mit seiner Fischer-Wollmütze aus wie The Edge und drischt auf seine Drums und Percussions ein als gäbe es kein Morgen mehr.

Mikky Ekko erzählt nach den ersten beiden Titeln, dass er erst einmal in Deutschland war, sagt dann jedoch „Ich heiße Mikky Ekko“, „Ich bin nicht aus Schokolade“ und „Ich liebe dich“ auf Deutsch, was ihm den Applaus des Publikums einbringt. Das folgende „Mourning Doves“ entfacht in der besonderen Live-Performance dann eine besondere Wirkung und geht den Zuschauern emotional sehr nahe. Das folgende „Pressure Pills“ überzeugt ebenfalls mit treibendem Gitarrenriff und schließt die erste, rockige Konzerthälfte ab, bevor es dann mit dem dubstep-artigen „Pretend You Care“ zu einem kleinen Bruch kommt.

Der sympathische Mikky Ekko ist immer authentisch und man nimmt ihm ab, dass er sein Publikum wirklich mag. Er sucht ständig den Kontakt, geht oft sehr nahe auch an den seitlichen Bühnenrand und animiert seine Fans zum Mitsingen (was jedoch nicht immer gelingt). Als ihm sein Mikrofon beim ständigen, schwungvollen Umfassen in der Luft mal runterfällt, lächelt er das souverän weg. Den Titel „Stay“ performt er unten im Zuschauerraum, nachdem er dafür höflich die vor der Bühne stehenden Fans um Erlaubnis bittet. Die Zugabe beginnt nach einer knappen Stunde mit „Love You Crazy“, das er für das Publikum spielt wie Mikky sagt. „Smile“ beschließt dann diesen überraschenden Konzertabend.

Der Mix aus Balladen und rockigen Stücken funktioniert bei Mikky Ekko, wenn auch die Livedarbietung noch etwas homogener sein könnte, das kommt aber sicher mit der Übung. Mikky ist dabei ergreifender als z.B. Kodaline. Dabei könnte ihm der Spagat zwischen Boygroup-Pop-Stimme und rockiger Coolness gelingen, ganz wie bei einem anderen MusikBlog All-Time Fav – Justin Timberlake.

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