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Ought – Live in der Kantine am Berghain, Berlin

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Post-Punk und Shoegaze haben ja etwas In-Sich-Gekehrtes. Durchaus ambivalent also, solche Spielarten unaggressiver Protestmusik und vertonter Gegenkultur auf die Bühne zu bringen.

Das in Montreal gegründete, aber nicht-kanadische, Campus-Quartett Ought ist mit seinen beiden Alben aus diesem und dem letzten Jahr durchaus immer noch ein Geheimtipp in der Indie-Szene. Die eher kleine Kantine am Berghain hatte auch gestern noch jede Menge Luft.

So war der Rahmen gesetzt für eine eher unaufgeregte Erfahrung, die mal wieder lehrte, wie sehr es bei Live-Darbietungen auf die Liebe zum jeweiligen Sound ankommt. Vor allem das diesjährige Album „Sun Coming Down“ finde ich ja durchaus gelungen und als schöne Weiterentwicklung zum Debüt „More Than Any Other Day“. Aber ein echter Funke sprang da gestern nicht über von der kleinen Bühne, auf der Sänger und Gitarrist Tim Darcy schuhlos, aber in Socken, seine minimalen und im Zaume gehaltenen Rockgesten performte. Außer bei den paar echten Fans versteht sich, die ohnehin jedes Wort mitsingen können.

Dass es ein Abend der kleinen Gesten war, muss ja nicht schlecht sein, ein mahnender Zeigefinger des Bandleaders hier, ein schüchterner Blick vom Basser quer durchs Publikum da, wenn sich Interaktionen zwischen Band und Publikum aufgrund charakterlicher Zurückhaltung in Grenzen halten, lässt man halt die Musik für sich sprechen.

Aber genau hier kommt die Örtlichkeit ins Spiel. Nicht zum ersten Mal und nicht als einziger in der Branche empfinde ich den Sound der Kantine am Berghain als suboptimal. Es liegt irgendwie an dem Raum, an der Deckenhöhe vielleicht. Jedenfalls haben Ought gestern lediglich ihre Fans überzeugt, bei einer recht kurzen Show aufgrund von Erkältungsproblemen, der Rest konnte sich in schöner pseudo-intellektueller Anti-Haltung das ganze von weitem Anschauen und war hinterher nicht unbedingt beseelter als vorher.

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