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Aidan Knight – Each Other – Quiet Is The New Loud

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Es ist ein schmaler Grat zwischen Zurückhaltung und großer Geste. Aidan Knight aus Victoria, British Columbia, Kanada, kennt sich auf diesem Pfad mittlerweile schon gut aus. Um es vorab zu sagen: Der feinfühlige Indie-Pop von „Each Other“ demonstriert kompositorische Eleganz auf ganzer Länge.

Trotzdem ist Knight selbstkritisch geblieben: „I am not in love with the sound of my voice“ haucht er beispielsweise in „What Light (Never Goes Dim)“. Die Sorge ist natürlich unberechtigt. Aber wenn durch Selbstzweifel so schöne Musik dabei rauskommt, sollte man ihm besser nicht reinreden.

„Each Other“ wurde in einem Studio in Kanada aufgenommen, das sich sowohl unweit der sehenswürdigen Stadt Kingston befindet, als auch unweit eines Hochsicherheitsgefängnisses liegt. Beides hat Aidan Knight aber anscheinend wenig gekümmert. Zumindest klingt sein drittes Album keineswegs gespalten, sondern extrem einheitlich. Herausgekommen ist übersolider Indie-Pop mit leichtem Folk-Einschlag, der aber auch mal auf klassische Muster zurückgreift.

Gemessen an seinem Vorgänger „Small Reveal“, der sich noch eher am Format von Bright Eyes orientierte, klingen die Stücke nun wesentlich ausformulierter und vor allem mehrspuriger, auch wenn es mit „St Christina“ und „Black Dream“ wieder rohes Akustik-Material zu hören gibt.

Ansonsten wagt Knight mehr Klangbreite, lässt seine Band bassbetonter und auch Klavier spielen, sowie Percussion und Synthies zum Einsatz kommen. Zugegeben, das gab es bei der Band schon vorher und das macht auch noch kein Orchester. Aber es reicht aus, um den schüchtern anfangenden Songs Spannungsbögen und Stimmungswechsel zu verleihen, die zwar leicht verblüffend platziert sind, sich dem Hörer aber nicht aufdrängen. Überladen wirkt Knight nämlich an keiner Stelle.

Die melancholischen Bläser von „Funeral Singers“ erinnern doch glatt an The National wie der generell leichte Jazzeinschub in den Gitarrenpassagen. Und auch von den fast sieben Minuten von „The Arp“ ist keine zu viel. So viel Finesse überrascht aber gar nicht mal so stark, wenn sich schon der Opener in einer Liga mit dem frühem Bonnie Prince Billy vor dessen Country-Infektion mithalten kann.

Randnotiz: Marcus Paquin produzierte das Album, der auch schon mal für die besagte Band von Matt Berninger und die Local Natives an den Reglern stand. Ein Glücksgriff für Aidan Knight.

Man möchte wetten, dass sich dieser Songwriter noch nie grobmotorisch angestellt hat. Doch selbst wenn, dürfte das immer noch idyllisch geklungen haben. Und auch wenn der skizzenhafte Schlusssong ein wenig unspektakulär geworden ist, gerät man ins Staunen, auf was für einem hohen Level diese kanadische Band hier ihre traurigen Lieder sang.

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