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Ty Segall – Emotional Mugger

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Will Ty sein 4-Alben-pro-Jahr-Level halten, hält er sich besser ran. Der Januar ist noch nicht um, und zack, Ty Segalls erstes Album im Jahre 2016 ist am Start. Diesmal wieder ein reguläres Ty-Album und damit der Nachfolger des hochgelobten und noch kräftig nachdröhnenden „Manipulator“ aus 2014.

Kein Cover-Spaß wie „Ty Rex“, sein Album bestehend aus lauter durch den Garage-Rock-Fleischwolf gedrehten Nummern der Glam-Rock-Pioniere T-Rex. Auch kein Hard-Rock-Verschnitt der Black Sabbath-Schule, wie erst vor wenigen Monaten mit Fuzz zweiten Album. Da sitzt er ja ohnehin nur hinter den Fellen, der Unterbeschäftigte.

Also wieder Ty Segall an der Gitarre und am Mic mit eigenen Songs. „Emotional Mugger“ wurde dabei hübsch ironie-trächtig und dem alten, harten Rock-Sound, dem sich Ty für immer verschrieben zu haben scheint, gerecht werdend mit lustigen Promo-Aktionen der Gestrigkeit beworben. Auf seiner Webseite erschien Ende des letzten Jahres eine ominöse Hotline. Hat man die gewählt, gab’s kein Drake-Bling, sondern nette Horror-Gimmicks und derbe dröhnende Schnipsel aus dem neuen Album auf die Trommelfelle. Dazu wurden Promo-Kopien des Albums auf VHS-Kassetten an diverse englischsprachige Musikmeinungsmedien verschickt.

Wenn dann noch der angepriesene Inhalt nicht im mindesten hit-trächtig daherkommt, sondern sich als kompromissloser, rauer, bizarrer Rock-Scheiß entpuppt, der auf jede Eingängig- und Massentauglichkeit bierselig uriniert, kann man nur konstatieren: So macht man das. Ty bleibt Ty und distanziert sich wohltuend von irgendeinem Rock-Stardom.

„Emotional Mugger“ ist schwer trunkener, dahertrampelnder, besudelter Garagen-Rock, mit ordentlich Punk, mit ein bisschen Heavy Metal, also dem alten, ursprünglichen, und ganz viel Psych-Rock. Es dröhnt die Bizarrerie. „Emotional Mugger“ mag sich durchaus zunächst wie eine Zumutung anfühlen, die das zarte Gemüt nicht braucht. Ist also vielleicht nicht so awesome wie „Manipulator“. Aber die Kunst des Lautseins kennt keine Willkommensgeschenke.

Lässt man diesem rohen Bastard mehr Zeit, entfaltet sie sich, die Ty Segall zu eigene Wirkungsmächtigkeit, mit augenscheinlich nur spontanem Krach, zu bewirken, was immer ein Wesensmerkmal des Rock bleiben wird: Die freie Entfaltung, das Herauslassen von purer Energie.

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