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Nothing But Thieves – Nothing But Thieves – Imitation der Imitation

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Nothing But Thieves sind was besonderes. Das kann man jedoch kühn von jeder Neuentdeckung so behaupten. Sie klingen ein wenig nach der kalifornischen Band The Neighbourhood. Wer die nicht kennt, kann sich ihr neues Album „Nothing But Thieves“ aber auch ganz unvoreingenommen zu Gemüte führen. Nichtsdestotrotz kommen bei Songs wie „Excuse Me“ gleich Assoziationen etwa zu Arcade Fire und besonders zu Muse auf. Es gilt abzuklopfen, ob Nothing But Thieves nur einen billigen Abklatsch zu den ganz Großen der Branche liefern oder aber etwas ganz Neuartiges kreieren.

Die Band-Geschichte beginnt beim guten alten Charles Darwin im Sinne der natürlichen Auslese. Frontmann Conor an den Vocals, Joe und Dom an der Gitarre, haben sich gegenüber den vermeintlich Schwachen durchgesetzt und nun ihr – in der Deluxe-Version 16 Song starkes – Debüt-Album „Nothing But Thieves“ rausgehauen.

In der Natur gibt es jedoch auch Lebewesen, die sich vieles abschauen. In der Musiklandschaft sind das Bands, die sich nicht nur vom Stil her beeinflussen lassen und sich Besonderheiten aneignen; sie versuchen gleichsam, ein bestimmtes Gefühl in ihre eigene Musik zu transferieren. Mag platt klingen, ist aber so: Da ist viel Muse drin in Nothing But Thieves. Wer Muse nicht mag, vermag das Album nur mit einem geseufzten ‚geht so‘ zu bewerten.

Das Trio, das sich im Sommer 2013 zusammengefunden hat, mutet an wie eine kreative Farbexplosion. Das gibt eine Synästhesie im Positiven, ein schlichtes Okay im Negativen. Der Muse-Einfluss, das sind die bombastischen Melodien wie in „Ban All The Music“, „Itch“ und „Hostage“, dazwischen Kasabian und Arcade Fire („Wake Up Call“, „Drawing Pins“). Ganze zweieinhalb Jahre nach Gründung von Nothing But Thieves später konnten die kreativen Durststrecken überwunden und der Sound weiterentwickelt werden.

Herausgekommen sind starke Songs. Conors gewaltige Kopfstimme in „Nothing But Thieves“ liefert die passenden Ingredienzen für die berühmte Stimme, die man eben mag. Nothing But Thieves bewegen sich in dieser idealen Grauzone zwischen formvollendeter Radiotauglichkeit und der Dichte und Eigenständigkeit ihres Sounds. Das Ergebnis ist eine schwer verdauliche Ambivalenz: Gießförmchen versus Individualität. Im Blickwinkel von Nothing But Thieves: sich ständig vergleichen oder einfach selbst machen.

Nothing But Thieves gehen definitiv ihren Weg, das Album wird nicht im Mainstream ankommen, jedoch in Radiostationen gespielt werden, die auf solche angesagten US-amerikanischen Klänge abfahren. Ob Durchstarter ja/nein entscheidet dann das Darwin’sche Gesetz. Eines ist klar: Folgen wir den Gesetzen der Evolution, dann muss sich Nothing But Thieves stets weiterentwickeln und noch deutlicher von seinen musikalischen Vorbildern abgrenzen. Aber das gilt ja eigentlich für alle Bands auf diesem musikalischen Erdball.

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